Ambulante Versorgung

Die ambulante ärztliche Versorgung in Liechtenstein wird zum größten Teil durch Ärzte in freien Praxen sichergestellt, oder durch die Notfallambulanz im Krankenhaus in Vaduz. Zusätzliche zum freiberuflich tätigen Arzt gibt es die Möglichkeit des Zusammenschlusses in eine Ärztegesellschaft.

Es besteht freie Arztwahl, allerdings werden von der Standard OKP (obligatorsichen Krankenpflegeversicherung) bei ambulanter Behandlung nur jene Kosten übernommen, die bei ambulanten Behandlungen von ausgewählten Leistungserbringern erbracht werden. Bei der erweiterten OKP, werden auch die Leistungen nicht-OKP-zugelassener Leistungserbringer bis zur Höhe des OKP Tarifs erstattet werden. Zur Behandlung von Standard-OKP Patienten ist Zusätzlich zur Eintragung in die Ärzteliste und dem damit verbundenen Berufsausübungsrecht eine Zulassung zur obligatorischen Krankenversicherung erforderlich.

Aufgrund der geringen Zahl an Apotheken in Liechtenstein verfügen zahlreiche niedergelassene Ärzte in Liechtenstein über Hausapotheken/Praxisapotheken – diese erfordern allerdings eine gesonderten Bewilligung des Amtes für Gesundheit – die periodische Betriebskontrollen mit sich bringt.

Eine Testphase zur medizinischen Erstbetreuung per Call-Center scheiterte im Jahr 2008.