Ambulante Versorgung

Die Ambulante Versorgung erfolgt im Österreichischen Gesundheitssystem durch niedergelassene Allgemeinmediziner, Fachärzte und Zahnärzte. Sofern es sich um Vertragsärzte handelt, was auf einen Großteil der niedergelassenen Ärzte zutrifft, haben die Versicherten einen sehr einfachen Zugang zur ambulanten Versorgung. Außerdem wird die ambulante Versorgung von Ambulatorien oder ambulanten Einrichtungen in Krankenhäusern bereitgestellt. Der erste Ansprechpartner sollte der Hausarzt sein, der dann bei Bedarf eine Einweisung in den stationären Sektor oder eine Überweisung/Zuweisung zu einem niedergelassenen Facharzt vornehmen kann. Es ist den Versicherten aber auch möglich, Fachärzte oder Krankenhausambulatorien direkt, ohne vorherige Zuweisung. aufzusuchen.

Im Jahr 2012 gab es in Österreich 18540 Niedergelassene Ärzte. Davon waren 64% älter als 50 Jahre und 21% sogar älter als 60 Jahre. Nur 9,1% der Niedergelassenen Fachärzte waren jünger als 40 Jahre. Dabei gilt es natürlich zu beachten, dass Fachärzte in Ausbildung, die naturgemäß zu den jüngeren Altersgruppen zählen, in den Krankenanstalten angestellt sind. Fachärzte schließen ihre Ausbildung derzeit im Durchschnitt mit 38 Jahren ab.

Die durchschnittliche Anzahl an jährlichen Arztbesuchen liegt in Österreich konstant bei etwa 6,9 Besuchen pro Jahr. Damit liegt man zwar im Vergleich recht hoch, allerdings weit abgeschlagen hinter dem Spitzenreiter Deutschland, wo bei steigender Tendenz im Jahr 2010 9,9 Arztbesuche pro Jahr den bisherigen Höchstwert bildeten. Verglichen dazu liegt der Wert in der Schweiz am niedrigsten, wo im zuletzt verfügbaren Jahr, 2007, jeder Bewohner durchschnittlich 4 mal Kontakt zu einem niedergelassenen Arzt aufnahm.

durchschnittliche Arztbesuche pro Jahr

Quelle: WHO European health for all database (HFA-DB) 2014, Datenstand vom 06.11.2014