Aus den Gesundheitssystemen

Ambulant vor Stationär

In der Schweiz werden vergleichsweise viele Eingriffe stationär vorgenommen, bei denen eigentlich eine ambulante Vorgangsweise angezeigt wäre. Das Eidgenössische Department des Innern (EDI) hat deshalb sechs Leistungsgruppen definiert, die nur noch in begründeten Ausnahmefällen auch stationär vergütet werden können.

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Herzinsuffizienz-Netzwerk in Tirol

Aufgrund der alternden Bevölkerung sieht sich die Medizin mit immer mehr Menschen konfrontiert, die von Herzinsuffizienz betroffen sind. In Tirol wurde ein Netzwerk etabliert, das diesen Patientinnen und Patienten eine systematische Unterstützung anbietet und vor allem die notwendigen Spitalsaufenthalte reduziert.

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Bedarfsplanung neu für den ambulanten Bereich?

Das Versorgungsstrukturgesetz 2015 beauftragt den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) mit der Erarbeitung eines neuen Konzeptes für die Bedarfsplanung im ambulanten Bereich. Die Ergebnisse eines aktuellen Gutachtens weisen auf Maximal-Anreisezeiten als wesentlichstes Kriterium für die zukünftige Planung hin.

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Team für Cyber-Sicherheit formiert

Im Jänner 2018 startete in den Niederlanden ein Team, das für die Sicherheit von Gesundheitsorganisationen im Netz zuständig ist. Genauer gesagt sollen Präventionsmaßnahmen Cyber-Attacken verhindern und helfen, wenn es zu einem Vorfall gekommen ist.

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Auf ein Wort – Reden über Gesundheitspolitik

Am 14. Juni lädt das LIG in die Ärztekammer für Oberösterreich ein, um im Rahmen von „Auf ein Wort“ gemeinsam über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema „Attraktivierung der Landmedizin“

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News aus der Ärztekammer OÖ


Das große Krabbeln – aber nicht in die Ambulanz!

Ein Spaziergang in der Natur oder Spielen oder Entspannen in der Wiese und schon ist es passiert: ein Zeckenbiss! Doch keine Panik, um einen Zecken zu entfernen, muss man nicht gleich die Ambulanz aufsuchen. (Presseaussendung vom 8. Mai 2018)

Bei Hunden und Katzen hat man meist keine Scheu, einen Zeck mit geeigneten Hilfsmitteln zu entfernen – oder sind Sie schon mal mit Hund oder Katz‘ zur Zeckenentfernung zum Tierarzt gefahren? Auch bei uns selbst sollten wir schnell handeln und anstatt lange Anfahrten und Wartezeiten in Kauf zu nehmen, die Zeckenentfernung selbst in die Hand nehmen.

„Dabei braucht man keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen, denn je länger der Zeck sich festsaugen kann, umso größer ist das Risiko einer Infektionsübertragung", sagt Präsident Dr. Peter Niedermoser.

Weg mit dem Zeck: Tipps zur Entfernung

Gleich vorweg: Weder das Abbrennen noch Beträufeln mit Öl sollte zur Zeckenentfernung angewandt werden. Solche Verfahren können mehr schaden als nützen, denn die Zecke kann in Todesangst Borrelienerreger in die Stichstelle erbrechen. Auch die Finger sind zur Entfernung nicht geeignet, weil sie die Zecke quetschen und den Darminhalt mit Erregern in die Stichstelle drücken. Benützen Sie geeignete Werkzeuge wie Zeckenzangen und Zeckenkarten (ausgewachsene Zecken) Zeckenschlinge und Zeckenschieber (umfasst auch kleine Exemplare). Diese erhalten Sie in jeder Apotheke oder auch Tierfachhandlung.

Die Einstichstelle sollten Sie nach der Entfernung desinfizieren. Bleibt der Kopf in der Wunde, fällt er meist nach wenigen Tagen von selbst heraus. Das ist nicht tragisch, vermeiden Sie einfach, in der Wunde herumzustochern. Entzündet sich die Stelle, suchen Sie bitte einen Arzt auf! Den Stichtag notieren und auf allfällige Symptome wie etwa Grippeanzeichen oder Rötung um die Stichstelle beobachten. Erste Anzeichen von Borreliose können rote Ringe sein, die um die Einstichstelle auftreten. Gegen die Übertragung der gefährlichen FSME-Erkrankung (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann man sich durch eine Impfung schützen.

Tipps zur Vorbeugung

  • Nicht barfuß gehen
  • lange Hosen und hochgeschnittene Schuhe bei Wanderungen und anderen Outdoor-Aktivitäten tragen
  • Zeckenschutzspray auf Haut und Kleidung anwenden
  • Hohes Gras, Unterholz, Ränder von Waldwegen meiden
  • Nach dem Spaziergang oder Aufenthalt im Freien den Körper nach Zecken absuchen, Kniekehlen, Achselhöhlen, Bauchnabel, Intimbereich und Haaransatz nicht vergessen.
  • Kleidung zu Hause ausbeuteln oder gleich in der Maschine waschen.

„Sie müssen keine Angst vor Zecken haben und deshalb nicht sofort die Ambulanz aufsuchen. Unser Rat: Zecken entfernen, die Stelle beobachten und bei Beschwerden oder Hautveränderungen rund um die Bissstelle Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin aufsuchen", sagt Dr. Peter Niedermoser.



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2018: Anstellung von Ärzten bei Ärzten

die Bedürfnisse der arbeitenden Generation haben sich gewandelt. Die Karriere steht heute weniger stark im Vordergrund, dafür rücken Familie, Hobbies und Freunde mehr in den Mittelpunkt des Lebens. Traditionelle Arbeitsformen, wie etwa die klassische Einzelpraxis, lassen sich mit der neuen Vorstellung einer ausgewogenen Work-Life-Balance daher nur sehr schlecht vereinbaren. Um trotzdem genügend Ärztinnen und Ärzte für die niedergelassene Versorgung zu gewinnen, müssen alternativ neue Modelle der Zusammenarbeit angeboten werden. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das Konzept der Anstellung von Ärzten bei Ärzten vor, wobei es sich sicher um eine zukunftsfähige Kooperationsform handelt, die jedoch nicht unumstritten ist.

 

Wir haben in diesem Heft die Ergebnisse einer Befragung der Ärzteschaft für sie aufbereitet, die aufzeigt, dass die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ganz klar gewünscht wird. Lesen Sie dazu auch, welche Gründe aus Sicht der Ärzte dafür sprechen und welche potentiellen Stolpersteine berücksichtigt werden müssen. Wie gewohnt erwarten Sie außerdem zentrale Überlegungen und mögliche Lösungsansätze zum Thema. Zusätzlich haben unsere Juristen die rechtliche Situation der Anstellungsmöglichkeit übersichtlich aufbereitet. Der Blick ins Ausland führt uns dieses Mal nach Deutschland, wo es bereits seit 2007 möglich ist, Ärzte bei Ärzten anzustellen. Interessante Standpunkte von Standesvertretung, Kassenseite und Politik, sowie die gewohnten News aus den Gesundheitssystemen der EU runden die Ausgabe ab.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Dr. Daniela Braza-Horn, LL.M., MBA - Anstellung von Ärzten bei niedergelassenen Ärzten
  • Mag. Seyfullah Çakir - Gruppenpraxis versus Tätigkeit als angestellter Arzt
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser - Befragung und Fokusgruppe zu "Anstellung von Ärzten bei Ärzten"
  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Anstellung von Ärzten bei Ärzten
  • Mag. Katharina Wieser - Anstellung von Ärzten bei Ärzten in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit Beiträgen von Dr. Artur Wechselberger, Mag. Bernhard Wurzer und Mag. Gerald Loacker
  • News aus den Gesundheitssystemen

 

Termine

Auf ein Wort – Reden über Gesundheitspolitik

Am 14. Juni lädt das LIG in die Ärztekammer für Oberösterreich ein, um im Rahmen von „Auf ein Wort“ gemeinsam über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema „Attraktivierung der Landmedizin“

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