Aus den Gesundheitssystemen

Last der Kosten neu verteilt

In der Schweiz müssen Versicherte künftig einen größeren Teil ihrer Gesundheitskosten selber tragen. Vor allem gesundheitlich angeschlagene Menschen werden von dieser Maßnahme betroffen sein. Das ist einer der aktuellen parlamentarischen Entscheide, die Versicherte direkt betreffen.

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Hausarztmodell: Bonus für Patienten geplant

Krankenversicherungen in Deutschland bieten schon länger hausarztzentrierte Versorgungsmodelle an, bei denen sich der Patient dazu verpflichtet zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Ein Gesetz soll Versicherungen bald vorschreiben, die aus dem Modell erwirtschafteten Effizienzgewinne auch an ihre Versicherten weiterzugeben.

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News aus der Ärztekammer OÖ


„Wir werden keinesfalls Verschlechterungen für Ärzte und Patienten hinnehmen!"

Bei der geplanten Zusammenlegung der Krankenkassen gibt es viele Fragezeichen. Für Präsident Dr. Peter Niedermoser und Direktor Dr. Felix Wallner von der Ärztekammer für OÖ ist aber klar: „Durch die Reform darf es in Oberösterreich zu keinen Verschlechterungen kommen – weder für die Ärzte noch für die Patienten. Wir werden sehr genau darauf achten."

„FPÖ-Gesundheitsministerin Mag. Beate Hartinger-Klein hat bei der Präsentation der Reform garantiert, garantiert, garantiert ... Wir werden sie beim Wort nehmen", sagt Dr. Peter Niedermoser. Sie habe unter anderem angekündigt, die Versorgung in den Landregionen zu stärken und die Arbeitsbedingungen für Landärzte zu verbessern. „Das werden wir selbstverständlich einfordern und genau beobachten. Die Versorgung der oö. Bevölkerung und die Situation für alle Ärzte müssen weiter verbessert werden", fordert Dr. Felix Wallner. „Dafür brauchen wir mehr Geld – und nicht weniger."
Ganz wichtig sei es deshalb, dass die Beitragsgelder der Oberösterreicher und Oberösterreicherinnen im Land blieben, betont er. „Es muss eine Budgetautonomie im Umfang der Beiträge aus Oberösterreich geben." Auch für Dr. Peter Niedermoser ist das ein entscheidender Punkt: „Wir müssen weiterhin die Möglichkeit haben, unser Gesundheitssystem vor Ort mit entsprechenden Maßnahmen gestalten zu können. Die Entscheidungskompetenz für die Versorgung muss weiterhin in Oberösterreich bleiben."
Bei den von der Regierung genannten Reformvorschlägen sei allerdings das Einsparungspotenzial von einer Milliarde Euro nicht wirklich nachvollziehbar. „Also ist zu befürchten, dass es dann zu Leistungseinschränkungen kommt, zum Nachteil von Patientinnen und Patienten und den Angestellten in der Gesundheitsversorgung", sagt Dr. Peter Niedermoser.  

 



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Save the Date: am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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