Aus den Gesundheitssystemen

Monetäre Anreize für erfolgreiche Depressionsbehandlungen

Die Regierung unterstützt ein System des Versicherungsträgers Menzis, das künftig Leistungserbringer belohnen soll, wenn diese bessere Erfolge bei der Behandlung von Menschen mit leichten Depressionen erzielen.

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Neustrukturierung der Rettungskräfte angedacht

Stark steigende Kosten und falsche Anreize bei den Rettungseinsätzen bewegen die Deutschen dazu die Organisation in diesem Bereich des Gesundheitswesens neu zu überdenken. Menschen wählen schon bei geringen Anlassfällen die Notrufnummer und die Krankenkassen sind reine Zahler ohne Mitbestimmungsrecht.

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Private Versorgung mit Sachleistungsprinzip

Im stationären Bereich gibt es das Sachleistungssystem mit Direktverrechnung für Privatversicherte schon lange. Jetzt werden erste Vorstöße Seitens großer privater Krankenversicherungen unternommen, diesen Service auch für den niedergelassenen Bereich, also beim Wahlarztbesuch, anzubieten.

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NHS Digital Services

Beim Thema e-health scheint der NHS zumindest im Bereich der niedergelassenen Versorgung gut zu funktionieren und somit lohnt es sich näher hinzuschauen, um vielleicht etwas davon lernen zu können. Obwohl es im britischen Gesundheitssystem viele Mängel gibt, stehen dort bereits elektronische Funktionalitäten zur Verfügung, die anderswo erst angedacht wurden.

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„Coach my Career“ für Jungmediziner

Um jungen Ärztinnen und Ärzten Hilfestellung für eine gezielte Karriereplanung zu bieten, wird in der Schweiz das Projekt „Coach my Career" ins Leben gerufen. Erfahrene Mediziner sollen in diesem Rahmen ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Sport im Sommer: Auf Signale des Körpers hören

Raus aus dem Fitnessstudio und den Sommer nützen", so lautet das Credo von Dr. Helmuth Ocenasek, Referent für Sportärzte der Ärztekammer für OÖ. Er empfiehlt jede Form von Outdoor-Sport, sei es Wandern, Radfahren, Schwimmen oder auch Laufen. Besonders bei Hitze sollte man eines nicht vergessen: „Hören Sie auf die Signale des Körpers!"

Egal ob Jung oder Alt: Radfahren und Wandern sind als Sportarten im Sommer für jeden geeignet. Beim Laufen und Schwimmen gibt es außerdem einige Dinge zu beachten, wie Dr. Helmuth Ocenasek erklärt. 

Wandern: Kalorien verbrennen statt zu sich nehmen

Man sollte beim Wandern zuckerfreie Getränke einpacken – bei einer zirka dreistündigen Wanderung verbraucht man nur rund 300 bis 400 Kalorien und man neigt durch die Speckjause und süße Getränke dazu, mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als zu verbrennen", sagt Dr. Helmuth Ocenasek. Er rät außerdem, besonders wenn man sich das ganze Jahr über eher weniger sportlich betätigt, nur eine kurze Tour, also zwischen zwei und vier Stunden zu planen: „Da reicht es, wenn man nur einen Liter Wasser mitnimmt. Setzen Sie sich Ziele, die erreichbar sind und hören Sie auf die Signale des Körpers. Es muss ja nicht gleich der Feuerkogel sein, der bezwungen werden soll", so der Mediziner. Sowohl ältere als auch jugendliche Semester sollten sich von aufkeimender Euphorie nicht zu übermütigen und überfordernden Wanderungen hinreißen lassen.

Laufen: pulsorientiert statt tempoorientiert

Wer etwas schneller unterwegs sein möchte, kann natürlich auch bei Hitze laufen: „Laufen bei Hitze ist cool! Es spricht aus sportmedizinischer Sicht nichts dagegen, wenn man weiß, wie man läuft", sagt Dr. Ocenasek.

 

Wer nur tempoorientiert läuft, wird schnell an seine Grenzen stoßen und es kommt zur Überforderung. Deshalb ist es wichtig, auf den Puls zu achten. Wer die Hitze in seinen Herz-Kreislauf-Belastungsbereich miteinberechnet, wird schnell merken, dass man viel langsamer laufen muss. Der Körper braucht beim Laufen in der Hitze zehn bis 20 Prozent für den Abtransport der Wärme, also die Kühlung", erklärt der Sportmediziner aus Linz. Wer seine Gelenke schonen möchte, kann auch Nordic Walking machen. Hier steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern der Stockeinsatz und damit einhergehend wird auch die Oberkörpermuskulatur in Anspruch genommen.

Schwimmen: trainieren statt baden

Wer es lieber kühler mag, kann aber auch ein Schwimmbecken aufsuchen. Doch
Dr. Ocenasek warnt davor, schwimmen und baden miteinander zu verwechseln: „Schwimmen als Sport ist gesund, keine Frage. Aber im Regelfall schwimmt man nicht richtig, denn dazu müsste man die Techniken des Schwimmens beherrschen. Man sollte entweder 30 bis 60 Minuten durchschwimmen oder zum Beispiel sechs mal zehn Minuten zügig auf den Tag verteilt, um einen Trainingseffekt zu erzielen. Sonnenschutz nicht vergessen und keinesfalls überhitzt oder dehydriert ins Wasser gehen." Beim Schwimmen bleiben Herzfrequenz und Kalorienverbrauch relativ niedrig, man stabilisiert die Gelenke und trainiert die Muskulatur. Übergewichtige Menschen sollten Aqua-Jogging oder Wassergymnastik ausprobieren, da es besonders gelenkschonend ist.

Spezialsportarten: Spaß statt Sport

Wer durch das schöne Wetter motiviert eine Spezialsportart ausüben möchte, sollte diese schon vorher beherrschen. „Natürlich kann man rudern oder paddeln gehen, aber man braucht zirka ein halbes Jahr Training, um zum Beispiel diese Sportarten zu erlernen", sagt Dr. Ocenasek. „Beim Rudern oder Kanufahren steht oft auch die Entspannung in der Natur im Vordergrund – und das ist für Körper und Seele genauso wichtig wie Muskelaufbau und Herz-Kreislauf-Training." Stabilisierung des Rücken- und Bauchbereichs bekommt man durch Stand-up-Paddling. Wakeboarden ist als Freizeitbeschäftigung für das Herz-Kreislauf-System keine Herausforderung. „Über die Wellen zu springen hingegen, das erfordert Geschenk und dazu muss man körperlich sehr fit sein", sagt der Arzt.

Foto: Adobe Stock



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 02/2018: Attraktive Sonderklasse

Die medizinische Versorgung in Österreich ist prinzipiell eine sehr Gute. Trotzdem wünschen sich immer mehr Menschen darüber hinausgehende Leistungen. Das lässt sich für den stationären Bereich an der wachsenden Quote der privat krankenversicherten Personen ablesen. Verwerflich ist daran freilich nichts, auch wenn sich ob dieser Zahlen der besorgniserregende Gedanke an eine verstärkte Zwei-Klassen-Medizin manifestieren will. Und diese Gefahr besteht auch, sofern man die privaten Gelder nicht in die richtigen Bahnen lenkt und so dafür sorgt, dass die öffentliche medizinische Versorgung auf einem High-end-Level bleibt und sich die Unterschiede zwischen den Klassen weiterhin lediglich in Komfortelementen und nichtmedizinischen Serviceleistungen finden. Der Schlüssel dafür liegt unserer Ansicht nach in der Vermeidung einer parallelen privaten Spitalsstruktur und deshalb in der Verbesserung der Sonderklasse in den öffentlichen Krankenhäusern.

In dieser Ausgabe finden Sie Beiträge, die aufzeigen, welche Maßnahmen für eine attraktive Gestaltung der Sonderklasse notwendig sind. Umfragen in der oberösterreichischen Bevölkerung und unter den Primarärztinnen und -ärzten des Landes geben Einblicke in die Bedürfnisse von Sonderklassepatientinnen und -patienten, zeigen Probleme auf und weisen auf Möglichkeiten hin. Ein weiterer Experte bearbeitet die Thematik der Sonderklasse aus der Perspektive des Marketings und stellt wirksame Instrumente zur Innovationsfindung vor. Im Auslandsbeitrag wird auf die Privatmedizin in deutschen Spitälern eingegangen. Interessantes finden Sie außerdem wie gewohnt in den Rubriken „Auf den Standpunkt gebracht" und den „News aus den Gesundheitssystemen".

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Attraktivierung der Sonderklasse
  • Mag. Katharina Wieser - Ökonomische Effekte der Privaten Krankenversicherung
  • Mag. Vasiliki Karagiannidis - Bevölkerungsbefragung: Anforderungen an die Sonderklasse in Spitälern
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser -Befragung und Fokusgruppe "Attraktive Sonderklasse": Auf den Milchschaum nicht vergessen!
  • o.Univ.-Prof. Dkfm. Dr. Gerhard Wührer - Zusatzleistungen in der Sonderklasse - Ansätze zu einer innovativen Gestaltung von Angeboten im Gesundheitsbereich
  • Dr. Christine Arentz - Private Zusatzversicherungen in der stationären Versorgung in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit einem Beitrag von Dr. Peter Eichler
  • News aus den Gesundheitssystemen

Termine

Gesundheitspolitisches Gespräch: Erfolgsmessung in der sozialen Krankenversicherung

Save the Date: am Mo, 12. November 2018 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich zum 8. Mal zum Linzer Gesundheitspolitischen Gespräch ins Ars Electronica Center ein. Es erwarten Sie zwei spannende Vorträge renommierter UniversitätsprofessorInnen mit anschließender Podiumsdiskussion und ein gemütlicher Ausklang beim Fingerfood-Buffet.

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