Aus den Gesundheitssystemen

Gesundheitswesen Grund für hohe Sterblichkeit?

2018 begann in England und Wales nicht besonders rosig, denn in den ersten Wochen dieses Jahres wurde eine signifikant höhere Sterblichkeit in England und Wales verzeichnet. Auf der Suche nach Ursachen geriet die Gesundheitsversorgung der Briten ins Zentrum des Interesses.

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Hausbesuche stark rückläufig

Aufgrund von Fällen, in denen Hausärzte hohe Beträge für geleistete Hausbesuche zurückzahlen mussten, ging die Zahl der Visiten in den letzten Jahren stark zurück. Diese Handhabe schreckt auch junge Kollegen ab und fördert damit den Landarztmangel.

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EU-Gesundheitsprogramm in neuen Sozialfonds integriert

Für den nächsten langfristigen EU-Haushalt (2021-2027) schlägt die EU Kommission die Integration mehrerer Fonds – darunter das EU-Gesundheitsprogramm – in den Europäischen Sozialfonds vor. Das soll zu mehr Flexibilität und Einfachheit führen.

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Rasanter Anstieg beim Schadenersatz

Die steigende Anzahl von Beschwerden ließ die Rechnung für Schadenersatzansprüche in niederländischen Spitälern in den letzten 10 Jahren regelrecht in die Höhe schnellen. Das könnte auch medizinische Folgen haben.

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Ambulant vor Stationär

In der Schweiz werden vergleichsweise viele Eingriffe stationär vorgenommen, bei denen eigentlich eine ambulante Vorgangsweise angezeigt wäre. Das Eidgenössische Department des Innern (EDI) hat deshalb sechs Leistungsgruppen definiert, die nur noch in begründeten Ausnahmefällen auch stationär vergütet werden können.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Sport im Sommer: Auf Signale des Körpers hören

Raus aus dem Fitnessstudio und den Sommer nützen", so lautet das Credo von Dr. Helmuth Ocenasek, Referent für Sportärzte der Ärztekammer für OÖ. Er empfiehlt jede Form von Outdoor-Sport, sei es Wandern, Radfahren, Schwimmen oder auch Laufen. Besonders bei Hitze sollte man eines nicht vergessen: „Hören Sie auf die Signale des Körpers!"

Egal ob Jung oder Alt: Radfahren und Wandern sind als Sportarten im Sommer für jeden geeignet. Beim Laufen und Schwimmen gibt es außerdem einige Dinge zu beachten, wie Dr. Helmuth Ocenasek erklärt. 

Wandern: Kalorien verbrennen statt zu sich nehmen

Man sollte beim Wandern zuckerfreie Getränke einpacken – bei einer zirka dreistündigen Wanderung verbraucht man nur rund 300 bis 400 Kalorien und man neigt durch die Speckjause und süße Getränke dazu, mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als zu verbrennen", sagt Dr. Helmuth Ocenasek. Er rät außerdem, besonders wenn man sich das ganze Jahr über eher weniger sportlich betätigt, nur eine kurze Tour, also zwischen zwei und vier Stunden zu planen: „Da reicht es, wenn man nur einen Liter Wasser mitnimmt. Setzen Sie sich Ziele, die erreichbar sind und hören Sie auf die Signale des Körpers. Es muss ja nicht gleich der Feuerkogel sein, der bezwungen werden soll", so der Mediziner. Sowohl ältere als auch jugendliche Semester sollten sich von aufkeimender Euphorie nicht zu übermütigen und überfordernden Wanderungen hinreißen lassen.

Laufen: pulsorientiert statt tempoorientiert

Wer etwas schneller unterwegs sein möchte, kann natürlich auch bei Hitze laufen: „Laufen bei Hitze ist cool! Es spricht aus sportmedizinischer Sicht nichts dagegen, wenn man weiß, wie man läuft", sagt Dr. Ocenasek.

 

Wer nur tempoorientiert läuft, wird schnell an seine Grenzen stoßen und es kommt zur Überforderung. Deshalb ist es wichtig, auf den Puls zu achten. Wer die Hitze in seinen Herz-Kreislauf-Belastungsbereich miteinberechnet, wird schnell merken, dass man viel langsamer laufen muss. Der Körper braucht beim Laufen in der Hitze zehn bis 20 Prozent für den Abtransport der Wärme, also die Kühlung", erklärt der Sportmediziner aus Linz. Wer seine Gelenke schonen möchte, kann auch Nordic Walking machen. Hier steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern der Stockeinsatz und damit einhergehend wird auch die Oberkörpermuskulatur in Anspruch genommen.

Schwimmen: trainieren statt baden

Wer es lieber kühler mag, kann aber auch ein Schwimmbecken aufsuchen. Doch
Dr. Ocenasek warnt davor, schwimmen und baden miteinander zu verwechseln: „Schwimmen als Sport ist gesund, keine Frage. Aber im Regelfall schwimmt man nicht richtig, denn dazu müsste man die Techniken des Schwimmens beherrschen. Man sollte entweder 30 bis 60 Minuten durchschwimmen oder zum Beispiel sechs mal zehn Minuten zügig auf den Tag verteilt, um einen Trainingseffekt zu erzielen. Sonnenschutz nicht vergessen und keinesfalls überhitzt oder dehydriert ins Wasser gehen." Beim Schwimmen bleiben Herzfrequenz und Kalorienverbrauch relativ niedrig, man stabilisiert die Gelenke und trainiert die Muskulatur. Übergewichtige Menschen sollten Aqua-Jogging oder Wassergymnastik ausprobieren, da es besonders gelenkschonend ist.

Spezialsportarten: Spaß statt Sport

Wer durch das schöne Wetter motiviert eine Spezialsportart ausüben möchte, sollte diese schon vorher beherrschen. „Natürlich kann man rudern oder paddeln gehen, aber man braucht zirka ein halbes Jahr Training, um zum Beispiel diese Sportarten zu erlernen", sagt Dr. Ocenasek. „Beim Rudern oder Kanufahren steht oft auch die Entspannung in der Natur im Vordergrund – und das ist für Körper und Seele genauso wichtig wie Muskelaufbau und Herz-Kreislauf-Training." Stabilisierung des Rücken- und Bauchbereichs bekommt man durch Stand-up-Paddling. Wakeboarden ist als Freizeitbeschäftigung für das Herz-Kreislauf-System keine Herausforderung. „Über die Wellen zu springen hingegen, das erfordert Geschenk und dazu muss man körperlich sehr fit sein", sagt der Arzt.



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2018: Anstellung von Ärzten bei Ärzten

die Bedürfnisse der arbeitenden Generation haben sich gewandelt. Die Karriere steht heute weniger stark im Vordergrund, dafür rücken Familie, Hobbies und Freunde mehr in den Mittelpunkt des Lebens. Traditionelle Arbeitsformen, wie etwa die klassische Einzelpraxis, lassen sich mit der neuen Vorstellung einer ausgewogenen Work-Life-Balance daher nur sehr schlecht vereinbaren. Um trotzdem genügend Ärztinnen und Ärzte für die niedergelassene Versorgung zu gewinnen, müssen alternativ neue Modelle der Zusammenarbeit angeboten werden. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das Konzept der Anstellung von Ärzten bei Ärzten vor, wobei es sich sicher um eine zukunftsfähige Kooperationsform handelt, die jedoch nicht unumstritten ist.

 

Wir haben in diesem Heft die Ergebnisse einer Befragung der Ärzteschaft für sie aufbereitet, die aufzeigt, dass die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ganz klar gewünscht wird. Lesen Sie dazu auch, welche Gründe aus Sicht der Ärzte dafür sprechen und welche potentiellen Stolpersteine berücksichtigt werden müssen. Wie gewohnt erwarten Sie außerdem zentrale Überlegungen und mögliche Lösungsansätze zum Thema. Zusätzlich haben unsere Juristen die rechtliche Situation der Anstellungsmöglichkeit übersichtlich aufbereitet. Der Blick ins Ausland führt uns dieses Mal nach Deutschland, wo es bereits seit 2007 möglich ist, Ärzte bei Ärzten anzustellen. Interessante Standpunkte von Standesvertretung, Kassenseite und Politik, sowie die gewohnten News aus den Gesundheitssystemen der EU runden die Ausgabe ab.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Dr. Daniela Braza-Horn, LL.M., MBA - Anstellung von Ärzten bei niedergelassenen Ärzten
  • Mag. Seyfullah Çakir - Gruppenpraxis versus Tätigkeit als angestellter Arzt
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser - Befragung und Fokusgruppe zu "Anstellung von Ärzten bei Ärzten"
  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Anstellung von Ärzten bei Ärzten
  • Mag. Katharina Wieser - Anstellung von Ärzten bei Ärzten in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit Beiträgen von Dr. Artur Wechselberger, Mag. Bernhard Wurzer und Mag. Gerald Loacker
  • News aus den Gesundheitssystemen

 

Termine

Auf ein Wort – Reden über Gesundheitspolitik

Am 14. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich dazu ein im Rahmen der Veranstaltung „Auf ein Wort" gemeinsam über die Attraktivierung der Landmedizin zu reden. Einstimmende Input-Statements, ein hochkarätig besetzte Podium und eine rege Publikumsbeteiligung waren die erfolgreichen Zutaten der Veranstaltung.

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