Aus den Gesundheitssystemen

Last der Kosten neu verteilt

In der Schweiz müssen Versicherte künftig einen größeren Teil ihrer Gesundheitskosten selber tragen. Vor allem gesundheitlich angeschlagene Menschen werden von dieser Maßnahme betroffen sein. Das ist einer der aktuellen parlamentarischen Entscheide, die Versicherte direkt betreffen.

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Hausarztmodell: Bonus für Patienten geplant

Krankenversicherungen in Deutschland bieten schon länger hausarztzentrierte Versorgungsmodelle an, bei denen sich der Patient dazu verpflichtet zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Ein Gesetz soll Versicherungen bald vorschreiben, die aus dem Modell erwirtschafteten Effizienzgewinne auch an ihre Versicherten weiterzugeben.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Unterstützen Sie „Don't smoke!"

Bis Montag, 8. Oktober haben Sie noch Zeit, das Volksbegehren „Don't smoke" zu unterschreiben. „Ich bitte auch unsere Nationalrätinnen und Nationalräte, besonders jene der Regierungsparteien, das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen, denn Zeichen für die Gesundheit sind persönliche Entscheidungen", sagt Präsident Dr. Peter Niedermoser, der das Volksbegehren im Neuen Rathaus in Linz unterschrieben hat.

Die Wiener Ärztekammer und die Österreichische Krebshilfe initiierten das Volksbegehren für die Beibehaltung eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie. Auch die Ärztekammer für OÖ und die Krebshilfe Oberösterreich unterstützen das Volksbegehren, das noch bis 8. Oktober per Handy-Signatur oder Bürgerkarte oder in jeder Gemeindebehörde unterzeichnet werden kann. „Da die erste Unterstützungsphase so gut gelaufen ist, will ich mit meiner ,späten‘ Unterschrift in der Eintragungswoche nochmal aufzeigen, dass jede Unterstützung, wann auch immer sie im zeitlichen Rahmen der Eintragungswoche geleistet wird, unser gemeinsames Anliegen unterstützt. Wenn man bereits eine Unterstützungserklärung abgegeben hat, braucht man NICHT mehr extra zu unterzeichnen. Diese Stimme zählt bereits. Aber Sie können jetzt noch andere motivieren", sagt Dr. Peter Niedermoser.

Es wurden 591.146 Unterstützungserklärungen abgegeben, 100.000 waren nötig, um das offizielle Volksbegehren durchzusetzen. 900.000 Unterschriften sind laut Regierungsprogramm die notwendige Latte. Dr. Niedermoser sagt: „Die österreichische Gesundheitspolitik hat mit der Rücknahme des Gesetzes, Gaststätten ab Mai 2018 rauchfrei zu bekommen, eine schlechte Entscheidung getroffen. Daher ist es unsere gemeinsame Aufgabe, Entscheidungen, die in die falsche Richtung gehen, im Rahmen unseres Volksbegehrens zu verändern!"

In Österreich werden jährlich rund 4.500 Lungenkrebs-Neudiagnosen gestellt, davon sind 85 Prozent aufs Rauchen oder Passivrauchen zurückzuführen und damit potenziell vermeidbar.

Foto: ÄKOÖ/Ritzberger



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Save the Date: am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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