Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

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Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Start der Terminservicestelle: Erste Anlaufstelle für Fachärzte und Patienten bei überlangen Wartezeiten

Der eine Facharzt kann den Ansturm an Patienten nicht mehr bewältigen – während Kollegen noch freie Kapazitäten hätten: Um das zu vermeiden, hat die neue Terminservicestelle der Ärztekammer für Oberösterreich mit 2. Mai 2019 die Abstimmung freier Ressourcen unter allen Fachärzten, die einen Vertrag mit der OÖGKK haben, übernommen. Patienten können die Terminservicestelle ebenfalls kontaktieren, falls „ihr" Arzt die zwischen Ärztekammer für Oberösterreich und OÖGKK vereinbarten Zielwerte für Wartezeiten nicht einhalten kann (Tel. 0810-200217, Mo - Fr von 08:00 – 12:00 Uhr). Die Terminservicestelle vereinbart aber keine Termine für Patienten.

Vereinbarte Wartezeitenzielwerte
Im Rahmen der letzten Honorarverhandlungen zwischen OÖGKK und Ärztekammer für Oberösterreich wurden für alle niedergelassenen Fachärzte Zielwerte für Wartezeiten auf Facharzttermine vereinbart: So soll es Termine bei akut notwendigen Behandlungen binnen 24 Stunden, dringende binnen fünf Werktagen und alle weiteren Termine binnen zwei Monaten geben. Kontrolltermine, die für die Patienten gut planbar sind, soll es je nach medizinischer Anforderung geben. Die Dringlichkeit des Facharzttermins und das notwendige Intervall wird weiterhin, wie bereits jetzt in der Praxis üblich, direkt bei der Terminvereinbarung mit der behandelnden Ordination selbst abgeklärt.

„Durch die zum Teil prekäre Besetzungssituation ist selbstverständlich allen Beteiligten klar, dass die Zielwerte nicht von sämtlichen Fachärzten eingehalten werden können. Die Terminservicestelle wird aber auf freie Kapazitäten in der Umgebung hinweisen. Insgesamt soll die Terminservicestelle daher mehr Transparenz in das System bringen", erhofft sich OMR Dr. Thomas Fiedler, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte und 2. Vizepräsident der Ärztekammer für Oberösterreich, eine Entspannung der Situation.

OÖGKK-Obmann Albert Maringer: „Die medizinische Qualität, die wir unseren Versicherten mit den heimischen Ärzten bieten, hat weltweit einen exzellenten Ruf. Mit der neuen Terminservicestelle erhöhen wir zudem die Terminsicherheit und Orientierung für alle Patienten. Auch in organisatorischen Fragen sind die oberösterreichische Ärztekammer und OÖGKK ein starkes Team mit Weitblick für Oberösterreich."
 

Terminservicestelle: Anlaufstelle für Patienten und überlastete Fachärzte

Oberstes Ziel der oberösterreichischen Kooperationspartner – OÖGKK und Ärztekammer für Oberösterreich – ist es eine möglichst ortsnahe und termingerechte Versorgung der Patienten sicher zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass sich niedergelassene Fachärzte, die aus Kapazitätsgründen keine neuen Patienten mehr betreuen oder die Wartezeitenzielwerte nicht einhalten können, an die Terminservicestelle bei der Ärztekammer für Oberösterreich wenden. Die Terminservicestelle wird in solchen Fällen klären, ob bei umliegenden Fachärzten noch freie Ressourcen für Behandlungen zur Verfügung stehen. Ist dies nicht der Fall, so werden die OÖGKK und die Ärztekammer für Oberösterreich gemeinsam über weitere Maßnahmen zur Entlastung der Situation verhandeln und auch die Schaffung von zusätzlichen Kassenstellen prüfen.
Für Patienten ist die Terminservicestelle dann Ansprechpartner, wenn diese – trotz Bemühens – keinen Facharzttermin, innerhalb der Wartezeitenzielwerte, in der betreffenden Region erhalten. Die Terminservicestelle gibt den Patienten in diesen Fällen Auskünfte über freie Kapazitäten in deren jeweiligen Umgebung.

Wichtig zu wissen ist, dass die Terminservicestelle KEINE Termine für die Patienten bei Fachärzten vereinbaren kann – das Service-Team empfiehlt allerdings umliegende Fachärzte mit freien Kapazitäten.

Hier die Unterlagen zum Download

Rückfragen:
Mag. Kerstin Garbeis, Ärztekammer für OÖ / Projekte & Kommunikation,
Tel.: +43 732 77 83 71-323, Mobil: +43 664 2456024, Mail: garbeis@aekooe.at



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

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