Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

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Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Offensive gegen die Krätze

Ausschläge und Juckreiz können viele Ursachen haben. Doch nur wenige bringen derart viel Verunsicherung mit sich, wie die durch parasitäre Milben ausgelöste Krätze – war sie doch viele Jahre lang in unseren Breiten kaum präsent. Anfangs ist der durch eine Immunreaktion hervorgerufene Hautauschlag vor allem lästig – unbehandelt können Nierenschäden, Entzündungen und Abszesse folgen. Die Vertreter der Ärztekammer für Oberösterreich, allen voran MR Primar Dr. Werner Saxinger, MSc, gehen nun in die Offensive.

Brennen und Jucken der Haut – vor allem nachts, im warmen Bett – das sind die ersten Symptome eines Krätzmilbenbefalls. Bis diese auftreten kann es mehrere Wochen dauern, wodurch sich die Milben unbemerkt auf andere Wirte ausbreiten können. Das passiert allerdings nur bei intensivem Körperkontakt – Händeschütteln oder Umarmungen reichen dazu nicht aus. Lediglich Bruchteile von Millimetern in der Größe, sind die winzigen Parasiten mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Sichtbar werden, wenn überhaupt, meist nur die Gänge, die die Krätzmilben zur Eiablage in die oberste Hautschicht graben. Dabei werden Bereiche mit höherer Oberflächentemperatur und dünner Hornhautschicht bevorzugt. Besonders beliebt: Zehen- und Fingerzwischenräume, Achselbeugen, Ellbogenstreckseite, Brustwarzenhof, die Nabelregion, der Genitalbereich, Gesäß, sowie die Leisten- und Knöchelregion.

Vermehrtes Auftreten
Fälle von Skabies, im Volksmund schlicht „Krätze" genannt, „haben in Österreich in den vergangenen zwei bis drei Jahren massiv zugenommen", begründet MR Primar Dr. Werner Saxinger, MSc, Dermatologe am Klinikum Wels-Grieskirchen, eine nun gestartete Initiative. Allgemeinmediziner und niedergelassene Hautärzte sollen demnach abgestimmt und geballt gegen die parasitären Spinnentiere vorgehen um deren Ausbreitung einzudämmen. Gelingen soll das vor allem mittels eines einheitlichen Diagnose- und Therapieplanes, der den Medizinern ab sofort zur Verfügung steht. In Niederösterreich, wo ein ähnliches Projekt schon umgesetzt wurde, zeigen sich bereits erste Erfolge bei der flächenhaften Eindämmung der Skabies.

Behandlung auch für Kontaktpersonen
Da Ausschläge und Juckreiz viele – auch harmlose – Ursachen haben können, ist es ratsam, das Ganze im ersten Schritt selbst zu beobachten. Wenn die Symptome nicht ohnehin binnen weniger Tage wieder abheilen, sollte der eigene Hausarzt oder der niedergelassene Hautarzt aufgesucht werden. Der Arzt kann den Befall im Regelfall leicht klinisch oder mit dem Auflichtmikroskop feststellen. Ist schließlich eine Skabies-Diagnose gestellt, sollten sich auch nähere Kontaktpersonen des Patienten auf die Therapie einlassen – selbst wenn sie (noch) keine Symptome zeigen. Nur so kann eine großflächige Verbreitung vermieden werden. Für die Behandlung der Haut stehen hochwirksame und gut verträgliche Medikamente in Form von Cremes und Tabletten zur Verfügung. Bei ordnungsgemäßer Anwendung durch den Patienten werden Milben, Larven und Eier schnell abgetötet, die Symptome klingen alsbald ab und die Ansteckungsgefahr ist gebannt.

Weiters sollten Kleidung und Bettwäsche mit mindestens 60 Grad gewaschen werden, bei Polstermöbel reicht ein sorgfältiges absaugen.

MR Primar Dr. Werner Saxinger, MSc, Dermatologe Klinikum Wels Grieskirchen:
„Skabies-Fälle haben in Österreich in den vergangenen zwei bis drei Jahren massiv zugenommen. Wichtig ist jetzt vor allem ein konsequent abgestimmtes und geballtes Vorgehen seitens der primär versorgenden Allgemeinmediziner und der niedergelassenen Hautärzte."

 

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

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