Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

Mehr lesenÜberPersonalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen


Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

Mehr lesenÜberGesunde Steigerung bei der Prävention

News aus der Ärztekammer OÖ


Pathologen als wichtige Ansprechpartner in der modernen Krebstherapie

Die derzeitige Revolution in der Krebstherapie mit Entwicklung einer ganzen Reihe neuer Therapieansätze zur individualisierten Behandlung bösartiger Tumore stellt die Pathologie vor ganz neue Herausforderungen.

Krebs hat viele Gesichter. Die richtige Diagnose zu stellen ist da die eine Sache – die richtige Behandlung dafür zu finden, ist wieder eine andere. Denn nicht jeder Patient spricht auf jede Behandlung gleichermaßen an. Gründe dafür sind unter anderem in individuellen genetischen Veränderungen eines jeden bösartigen Tumors zu suchen.

Dem stetigen Fortschritt in der Forschung ist es zu verdanken, dass Therapien heute zunehmend zielgerichtet eingesetzt werden. So können Nebenwirkungen durch eigentlich nicht zweckmäßige Vorgehensweisen und Wirkstoffe vermieden werden. Insbesondere in der Krebstherapie kann das viel Leid ersparen – man denke nur an die körperliche Belastung, die Krebspatienten während breitbandig gehaltenen Chemotherapien aushalten müssen.

„Es genügt heute nicht mehr nur die korrekte Diagnose zu stellen", sagt Dr. Herwig Tuppy, Oberarzt am Institut für Klinische Pathologie, Molekularpathologie und Zytodiagnostik am Klinikum Wels-Grieskirchen und Vertreter der Fachgruppe Klinische Pathologie und Molekularpathologie in der Ärztekammer für Oberösterreich, „mithilfe verschiedenster Techniken können wir zusätzliche Erkenntnisse gewinnen, die in der komplexen Landschaft therapeutischer Möglichkeiten den optimalen Weg weisen". Die Untersuchung von (Tumor-)Gewebeproben erkrankter Patienten durch die Pathologie ist dazu unerlässlich – und zwar auch auf molekular-genetischer Ebene.

Gezielte Behandlungen

So werden gezielt charakteristische Veränderungen im Tumorgewebe gesucht, um jene Patienten zu finden, die eine gute Chance haben, auf bestimmte Therapien anzusprechen oder Mechanismen identifiziert, die das Tumorwachstum direkt beeinflussen. „Diese Untersuchungen werden besonders bei speziellen Fällen von Lungenkrebs, bei bösartigen Melanomen (Hautkrebs) und bei bestimmten Weichgewebstumoren im Magen-Darm-Trakt durchgeführt", wie Tuppy verrät.

Auch Untersuchungen des Immunsystems beziehungsweise von spezifischen Immunreaktionen des Körpers, können wichtige therapierelevante Ergebnisse liefern. In der nachfolgenden Behandlung kommen dann etwa Medikamente zum Einsatz, die Tumore daran hindern, das Immunsystem in seiner Funktion zu unterdrücken. Der Körper wird also in Selbstschutz und -heilung unterstützt und kann Tumorzellen aktiv und vor allem effektiv bekämpfen. Gesundes Gewebe bleibt dabei weitgehend geschont, die Nebenwirkungen sind meist gering.

Pathologen als wichtige Ansprechpartner für behandelnde Ärzte

Auf diesem, sich höchst dynamisch entwickelnden, Gebiet hat sich die moderne Pathologie eine neue Dimension der Diagnostik erschlossen: „Das erfordert intensive Beschäftigung mit den Grundlagen und der Technik molekularer Untersuchungen sowie mit den sich laufend erweiternden Erkenntnissen zu molekularen Veränderungen in vielen Tumoren", erklärt Tuppy die aktuelle Herausforderung. Pathologen werden damit zu immer wichtigeren Ansprechpartnern für die klinisch-onkologisch tätigen Kollegen und tragen viel zu den Fortschritten in der Behandlung von Krebs in all seinen Formen bei.

 

Rückfragen:
Mag. Ingo Till, Ärztekammer für OÖ / Projekte & Kommunikation, 
Tel.: +43 732 77 83 71-326, Mobil: +43 664 24 56 026, Mail: till@aekooe.at

 



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

Mehr lesenÜberAuf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik