Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

Mehr lesenÜberPersonalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen


Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

Mehr lesenÜberGesunde Steigerung bei der Prävention

News aus der Ärztekammer OÖ


Hornissenstich: kein Fall für die Notfallambulanz!

Ein Hornissenstich ist tödlich", „sieben Hornissenstiche töten ein Pferd" oder auch „Wespen sind besonders aggressiv und stechwütig" – alles Sätze, die vor allem im Sommer häufig fallen. Doch hinter diesen steckt meist ein Mythos.

Besonders der Irrglaube, Hornissenstiche seien tödlich, hält sich in der Bevölkerung hartnäckig. Doch die Stiche an sich sind nicht gefährlich, ganz im Gegenteil: Das Gift einer Hornisse ist wesentlich harmloser als das von Biene und Wespe. Trotzdem finden sich in den heimischen Ambulanzen viele Patienten, die genau deshalb die Notaufnahme aufsuchen. Der Stich einer Hornisse ist zwar schmerzhafter als bei Biene und Wespe, aber nur in bestimmten Situationen wirklich gefährlich: Und zwar bei Stichen in den Mund- oder Rachenraum, weil die Einstiche anschwellen und der Mensch nicht mehr atmen kann. Weiteres Gefahrenpotential ist dann gegeben, wenn eine Allergie besteht.

Mit einem „normalen" Hornissen- oder Wespenstich lohnt sich ein Ambulanz-Besuch nicht, hält Dr. Harald Mayer, Kurienobmann angestellte Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich und Unfallchirurg im Klinikum Schärding fest: „Stiche von Biene, Wespe und Hornisse sind ganz klar kein Fall für die Notfallambulanzen. Denn damit erhöhen sich nur die Wartezeiten für alle ernsteren Fälle", warnt Dr. Mayer.

Für Dr. Wolfgang Ziegler, Kurienobmann-Stv. niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich ist so ein Stich ein klassischer Fall für altbewährte Hausmittel: „All diese Symptome können mit Hausmitteln und kühlenden Umschlägen selbst behandelt werden. Wissen Betroffene nicht, was zu tun ist, gibt es auch noch die Gesundheitsnummer 1450, unter der geschultes Personal Tipps zur Linderung gibt. Die sichtbaren Symptome von Hornissenstichen, wie juckende Rötungen und Schwellungen, sind in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwunden", erklärt Dr. Ziegler. Der Stich selbst kann auf Hagelkorngröße anschwellen oder noch größer werden. Meist tritt eine Rötung der Haut rund um die Einstichstelle bis zu einer Fläche von 10 cm Durchmesser auf. Ein kühlendes Gel mit einem Antihistaminikum kann die Beschwerden lindern.

Vorgehen nach dem Stich

Die Einstichstelle sollte desinfiziert und anschließend gekühlt werden. Klingen die Beschwerden, also Schwellung und Rötung, nicht nach 2-3 Tagen ab, sollte man den Hausarzt aufsuchen", rät Dr. Ziegler. Bei Bienen muss zusätzlich der Stachel aus der Wunde entfernt werden.

Notruf bei Allergie & Stich im Mund- und Halsbereich

Anders sieht die Situation natürlich dann aus, wenn ein Stich in Mund- bzw. Rachenraum erfolgt bzw. eine Allergie gegeben ist: Dann ist natürlich die Rettung und Notarzt unter 144 zu verständigen. Die Einstichstelle im Mund, Rachen oder Hals kann durch das Lutschen eines Eiswürfels gekühlt werden, bis der Notarzt eintrifft.

Bei einer Allergie treten innerhalb weniger Minuten Symptome auf wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, großflächigen Hautreaktionen und Atemnot. Ist eine Insektengiftallergie bekannt, sollten Betroffene stets ein vom Arzt zusammengestelltes Notfallset bei sich tragen, damit die Medikamente bei einem allergischen Schock in Reichweite sind.

Wespen, Hornissen & Bienen: friedfertige Tiere

Generell gilt: Wespen, Hornissen und Bienen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen, daher sollte man die Tiere nicht unnötig provozieren. Zudem werden Wespen angelockt, wenn draußen gegessen wird, daher sollte auf das Verschließen von Speisen geachtet werden.



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

Mehr lesenÜberAuf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik