Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

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Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Sexueller Missbrauch: Offener Umgang mit Kindern ist wichtig

Die Missbrauchsvorwürfe gegen einen oberösterreichischen Arzt gehen derzeit durch alle Medien. Viele Eltern fragen sich jetzt: „Kann so etwas auch mit meinem Kind passieren? Wie bekomme ich das überhaupt mit? Und was dann?" Dr. Bettina Matschnig, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt wertvolle Tipps.

„Das Wichtigste", sagt Dr. Bettina Matschnig, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Praxis in Wels und Fachgruppenvertreterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Ärztekammer für Oberösterreich, „ist eine liebevolle und vertrauensvolle Basis". Keinesfalls sollten Kinder Grund zur Angst haben, wenn sie mit Mama oder Papa das Gespräch suchen, erklärt Matschnig. Das beginne schon bei vergleichsweise harmlosen Themen, wie schlechten Noten oder Problemen mit Mitschülern oder anderen Kindern – passe das Verhältnis, so würden sich die Kleinen auch bei heikleren Themen den Eltern anvertrauen.

„Nein sagen" lernen

Dass jeder Mensch, egal wie alt, „Nein" sagen darf, wenn ihm etwas nicht gefällt, sollten Kinder früh lernen. „Ein selbstbewusster und offener Erziehungsstil kann viel Negatives schon im Vorhinein abwenden", erklärt Matschnig, „da muss auch mal über unangenehme Dinge gesprochen werden. Kinder sollten wissen, dass es so etwas wie sexuellen Missbrauch gibt und dass sie nicht alles über sich ergehen lassen müssen, was Erwachsene von ihnen wollen". So können sexuelle Übergriffe schon von den Kindern selbst als solche erkannt werden. Ganz allein bei den Eltern liege die Verantwortung aber nicht. So sollte gerade in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten Wert auf moderne und tabufreie Sexualpädagogik und einen offenen Umgang mit Sexualität im Allgemeinen gelegt werden.

Was tun bei Verdacht?

Wenn Eltern einen Verdacht hegen, etwa wegen besorgniserregender Verhaltensveränderungen oder verdächtiger Aussagen, heißt es vor allem Ruhe bewahren. Überreaktionen und unbesonnen gesetzte Handlungen können das betroffene Kind unnötig belasten – vor allem, wenn es sich um einen bloßen Verdacht handelt. In Oberösterreich gibt es zahlreiche Stellen, an die man sich in einem solchen Fall wenden kann. So gibt es zehn sogenannte Kinderschutzzentren im Land, deren Mitarbeiter betroffenen Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich hat in jedem Bezirk Ansprechpartner, an die man sich auch anonym wenden kann. Eine weitere Anlaufstelle kann die Kinder- und Jugendanwaltschaft sein.

Wenn es bereits zu spät ist

Hat sich ein Kind anvertraut und steht somit konkret sexueller Missbrauch im Raum, sollte weiterhin besonnenes Vorgehen an den Tag gelegt werden. Neben den rechtlich relevanten Schritten, sollten Eltern vor allem solche Handlungen setzen, die dem Wohl des Kindes zuträglich sind. Betroffene Familien sollten deshalb je nach Möglichkeit einen Arzt ihres Vertrauens miteinbeziehen oder sich gleich an einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie wenden, um alle weiteren Schritte abzuklären, so die Expertin.

 



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

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