Aus den Gesundheitssystemen

Personalmangel erfordert bessere Arbeitsbedingungen

Im NHS England sind derzeit 10.000 Stellen unbesetzt. Um eine weitere Verschärfung der Krise abzuwenden sieht sich der NHS-England gezwungen zu handeln und setzt Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Man erhofft sich davon, dass das Personal in den Versorgungseinheiten, den sogenannten Trusts, bleibt.

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Gesunde Steigerung bei der Prävention

Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wird Österreich in Ländervergleichen immer als entwicklungsbedürftig dargestellt, denn der Anteil der Gesundheitsausgaben für diesen Bereich ist vergleichsweise gering. Doch eine neue Erhebung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeigt, dass es eine Bewegung in die richtige Richtung gibt, denn die Ausgaben für Prävention steigen.

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News aus der Ärztekammer OÖ


Ärztekammer warnt: Jeder 5. hat eine nichtalkoholische Fettleber

Viel Zucker und Fett, dazu noch Bewegungsmangel und viele gesättigte Fettsäuren: Das Ergebnis ist eine Fettleber. Immer öfter findet man diese auch bei schlanken Personen. Schuld daran ist die sogenannte „Western Diet", also eben hochkalorische und fettreiche Ernährung. Die Ärztekammer für Oberösterreich empfiehlt, auf einen gesunden Lebensstil zu achten.


Allgemein bekannt ist die Fettleber eine Erkrankung, die bei jahrelangen Alkoholikern zu finden ist. In Österreich ist bereits jeder 5. betroffen, und das ernährungsbedingt. Die Ärztekammer für Oberösterreich schlägt Alarm, denn die Fettleber findet sich immer öfter auch bei schlanken Menschen, daher ist die Prävention besonders wichtig.


Unbemerkt zur Fettleber
Die Leberzellen in unserem Körper entgiften, produzieren und speichern Eiweiße, verwerten, verbrennen oder speichern Fettsäuren. Wird ihnen das Fett zu viel, kann die Leber dieses nicht mehr abbauen und es sammelt sich an. Da diese Ansammlung nicht vom Alkohol stammt, spricht man auch von einer nichtalkoholischen Fettleber. „Diese liegt vor, wenn zumindest fünf Prozent der Leberzellen Fettansammlungen enthalten. Viele Menschen bemerken die Fettleber nicht, da es zu Beginn nicht wehtut. Dass eine Fettleber vorhanden ist, sieht der Arzt meist erst am Laborbefund, denn die Blutzucker- und Blutfettwerte erhöhen sich langsam", weiß Prim. Dr. Thomas Bamberger, Internist und Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Klinikum Schärding.


Gefahr: Leberkrebs
Gefährlich ist eine Fettleber an sich noch nicht, jedoch die Folgen: Tritt etwa eine chronische Entzündungsreaktion auf und zerstören sich die Leberzellen über lange Zeit selbst, kann das zu einer nichtalkoholischen Fettleberhepatitis führen. Diese äußert sich mit Symptomen wie Schmerzen im rechten Oberbauch, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Mit der Fettleberhepatitis erhöht sich auch das Risiko für Leberkrebs. „In der Folge kann eine Leberzirrhose entstehen, und im weiteren Verlauf kann es zu bösartigen Veränderungen kommen. Außerdem bildet sich eine Insulinresistenz und das Diabetes-Risiko verdreifacht sich", so Dr. Bamberger.


Industriesüße beschleunigt Fettablagerungen
Auch Obst kann eine Fettleber begünstigen, vor allem aber ist es industriell hochkonzentrierte Fructose, die in vielen Lebensmitteln wie Pizza und weiteren Fertiggerichten und Süßigkeiten zugesetzt und in der Leber in Fett umgewandelt wird.


Fettleber: heilbar durch gesunde Ernährung
Eine Fettleber sollte so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden. Das gelingt durch eine Lebensstiländerung mit Gewichtsreduktion und vermehrter Muskelaktivität in Form von Ausdauer- und Krafttraining, sowie eine kalorien- und vor allem fettarme Ernährungsumstellung. So kann sich die Fettleber innerhalb von etwa zwei bis drei Monaten zurückbilden. Am Speiseplan sollte dann stehen: Viel Gemüse, ungesättigte Fette statt gesättigte und Vollkornprodukte statt schnell ins Blut gelangende Kohlenhydrate wie Weißmehl. „Bewegt man sich noch dazu regelmäßig, ist man auf dem besten Weg, die Fettleber wieder loszuwerden", ergänzt Dr. Johannes Föchterle, Internist und Fachgruppenvertreter für internistische Sonderfächer der Ärztekammer für Oberösterreich.


Mit Kaffee und Mariendistel entgegenwirken
Während Nikotin und Alkohol eine Fettleber begünstigen, wirkt Kaffee der verfetteten Leber entgegen. Auch Artischocken und Mariendistelfrüchte bzw. Mariendisteltee können die Leber unterstützen. Die Internisten empfehlen auch, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen, denn diese schützen vor Leberkrebs.



Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni lud die Ärztekammer für Oberösterreich zum dritten Mal zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ ein. Das neue Gesetz zur Anstellung von Ärzten in Ordinationen war das Thema des Abends, für das sich ein Großteil des Publikums auch aus ganz praktischen Gründen interessierte. KAD Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner informierte in einem Input-Vortrag über die konkreten Details.

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