Aus den Gesundheitssystemen


„Coach my Career" für Jungmediziner

 

Um jungen Ärztinnen und Ärzten Hilfestellung für eine gezielte Karriereplanung zu bieten, wird in der Schweiz das Projekt „Coach my Career" ins Leben gerufen. Erfahrene Mediziner sollen in diesem Rahmen ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben.

Viele Jungmediziner sehen sich gegen Ende ihres Studiums und in der weiteren Berufsplanung weitestgehend allein gelassen. Viele Karrieren entstehen daher eher zufällig als durch wohl durchdachte Planung. Daher planen die FMH (Department Stationäre Versorgung und Tarife), der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und –ärzte VSAO, der Verein der leitenden Spitalsärzte der Schweiz VLSS, die Haus- und Kinderärzte Schweiz mfe und die Medical Students‘ Association SWIMSA ein gemeinsames Projekt zur Unterstützung bei wichtigen beruflichen Entscheidungen. Auch das Schweizer Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung SIWF beteiligt sich an der Initiative.

Das Projekt wendet sich vor allem an Medizinstudierende im letzten Jahr und an junge Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte vor beruflichen Weichenstellungen und soll auch die private Situation mit berücksichtigen. Die Beratung der Jungmediziner werden erfahrene Ärztinnen und Ärzte übernehmen, die auch über genügend Wissen im Bereich der Weiterbildung verfügen. Die Mentorinnen und Mentoren müssen außerdem ein ausgedehntes fachliches Netzwerk mitbringen. Dafür in Frage kommen sowohl pensionierte Chef- oder Kaderärztinnen und –ärzte, als auch jüngere, bereits etablierte Kollegen sowie Hausärztinnen und –ärzte. Diese Beratung soll mehr Planung in die Weiterbildung und berufliche Entwicklung von jungen Ärztinnen und Ärzten bringen.

 

Mehr Informationen zum Gesundheitswesen in der Schweiz

 

Quelle

VLSS – Verein der leitenden Spitalsärzte der Schweiz



News aus der Ärztekammer OÖ

Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 02/2018: Attraktive Sonderklasse

Die medizinische Versorgung in Österreich ist prinzipiell eine sehr Gute. Trotzdem wünschen sich immer mehr Menschen darüber hinausgehende Leistungen. Das lässt sich für den stationären Bereich an der wachsenden Quote der privat krankenversicherten Personen ablesen. Verwerflich ist daran freilich nichts, auch wenn sich ob dieser Zahlen der besorgniserregende Gedanke an eine verstärkte Zwei-Klassen-Medizin manifestieren will. Und diese Gefahr besteht auch, sofern man die privaten Gelder nicht in die richtigen Bahnen lenkt und so dafür sorgt, dass die öffentliche medizinische Versorgung auf einem High-end-Level bleibt und sich die Unterschiede zwischen den Klassen weiterhin lediglich in Komfortelementen und nichtmedizinischen Serviceleistungen finden. Der Schlüssel dafür liegt unserer Ansicht nach in der Vermeidung einer parallelen privaten Spitalsstruktur und deshalb in der Verbesserung der Sonderklasse in den öffentlichen Krankenhäusern.

In dieser Ausgabe finden Sie Beiträge, die aufzeigen, welche Maßnahmen für eine attraktive Gestaltung der Sonderklasse notwendig sind. Umfragen in der oberösterreichischen Bevölkerung und unter den Primarärztinnen und -ärzten des Landes geben Einblicke in die Bedürfnisse von Sonderklassepatientinnen und -patienten, zeigen Probleme auf und weisen auf Möglichkeiten hin. Ein weiterer Experte bearbeitet die Thematik der Sonderklasse aus der Perspektive des Marketings und stellt wirksame Instrumente zur Innovationsfindung vor. Im Auslandsbeitrag wird auf die Privatmedizin in deutschen Spitälern eingegangen. Interessantes finden Sie außerdem wie gewohnt in den Rubriken „Auf den Standpunkt gebracht" und den „News aus den Gesundheitssystemen".

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Attraktivierung der Sonderklasse
  • Mag. Katharina Wieser - Ökonomische Effekte der Privaten Krankenversicherung
  • Mag. Vasiliki Karagiannidis - Bevölkerungsbefragung: Anforderungen an die Sonderklasse in Spitälern
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser -Befragung und Fokusgruppe "Attraktive Sonderklasse": Auf den Milchschaum nicht vergessen!
  • o.Univ.-Prof. Dkfm. Dr. Gerhard Wührer - Zusatzleistungen in der Sonderklasse - Ansätze zu einer innovativen Gestaltung von Angeboten im Gesundheitsbereich
  • Dr. Christine Arentz - Private Zusatzversicherungen in der stationären Versorgung in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit einem Beitrag von Dr. Peter Eichler
  • News aus den Gesundheitssystemen

Termine

Der Primararzt im Fokus - Herausforderungen abseits der Medizin

Am Samstag, 9. Februar 2019 findet in Linz eine Konferenz zum zu.HÖREN, mit.MACHEN und fort.BILDEN statt. Nicht-medizinische Qualifikationen werden im Arbeitsalltag immer wichtiger, werden im Rahmen der medizinischen Ausbildung jedoch nicht gelehrt. Die Konferenz greift die essentiellen Themen „Ethik in der ärztlichen Führung“, „Konflikte als Chance für das System“ und „Generationen wirksam führen“ auf.

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