Aus den Gesundheitssystemen


„Therapie Aktiv" im Kampf gegen Diabetes

 

Seit 2007 gibt es in Österreich das Disease Management Programm (DMP) „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff", das nachweislich positive Auswirkungen für Betroffene zeigt. Die OÖGKK und der Verein AM PLUS setzen sich in Oberösterreich für eine höhere Teilnehmerzahl unter Ärztinnen und Patientinnen ein – mit Erfolg.

 

Diabetes und Komplikationen

Dr. Erwin Rebhandl, Präsident von AM PULS und der Oberösterreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (OBGAM) und Hausarzt im Primärversorgungszentrum Haslach an der Mühl (OÖ) betont, dass Diabetes mellitus Typ 2 auch heute immer noch relativ häufig zu schweren Komplikationen führt. Dazu gehören etwa Nierenversagen mit Dialyse, Amputationen, Erblindung und koronare Herzerkrankungen. „Viele dieser Komplikationen wären durch eine frühzeitige optimale Betreuung durchaus vermeidbar", zeigt sich der Mediziner überzeugt.

 

Das Programm

Genau hier setzt das zentral organisierte DMP „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff" an. Regelmäßige Arztuntersuchungen und eine entsprechende Dokumentation ermöglichen für die Patienten eine langfristige, an deren Bedürfnisse angepasste Therapie. Und auch das Wissen der Patienten über die eigene Krankheit, also eine hohe Eigenkompetenz, ist ein zentraler Punkt des Programms. Die wissenschaftliche Evaluierung des Programms zeigte eine um signifikante 35 Prozent niedrigere Mortalität als bei Patienten außerhalb des Programms und auch von diabetesspezifischen Folgeerkrankungen waren Teilnehmer von „Therapie Aktiv" weniger häufig betroffen (Herzinfarkte: -8%; Schlaganfälle -10%; Aufenthalte im Krankenhaus -2,3 Tage). Neben den gesundheitlichen Effekten hat das Programm aber auch positive Auswirkungen auf die Betreuungskosten: „Vom DMP-Programm profitieren die Erkrankten wie auch das Gesundheitssystem", informiert Mag. Franz Kiesl, Ressortdirektor der OÖGKK.

 

AM PLUS

Um die Vorteile von „Therapie Aktiv" besser ausschöpfen zu können, hat die OÖGKK den Verein AM PLUS beauftragt das Programm in Oberösterreich zu bewerben. Ziel ist eine bessere Einbindung von niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Patienten in das DMP. Im Bundesländervergleich ist Oberösterreich mit 418 teilnehmenden Ärzten und 16.416 teilnehmenden Patienten  (Stand  1. Okt. 2018) an der Spitze. AM PLUS organisierte im Herbst 2017 sowie im Frühling 2018 Workshops für Allgemeinmediziner und deren Ordinationsteams, die die Vorteile des Programms aufzeigten. Informations- und Motivationsarbeit bei Ärzten und Patienten sollen innerhalb kürzester Zeit mehr als die Hälfte der Betroffenen der strukturierten Langzeitbetreuung im Rahmen von „Therapie Aktiv" zuführen.

 

Mehr Informationen zum Gesundheitswesen in Österreich

 

Quelle

Periskop Nr. 83, Okt 2018, S. 47



News aus der Ärztekammer OÖ

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Wasser ist lebensnotwendig. Mehr als die Hälfte des menschlichen Organismus besteht aus Wasser – bei Säuglingen sind es fast 70 Prozent. Flüssigkeit wird ständig ausgeschieden, etwa über den Atem und die Haut. Deshalb sollte immer genug getrunken werden. Allerdings nicht erst wenn man durstig ist!

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

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Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Save the Date: am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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