Aus den Gesundheitssystemen


10-Jahres-Plan soll 500.000 Leben retten

 

In den kommenden 10 Jahren will der National Health Service England den Fokus vermehrt auf die Prävention und die Früherkennung legen. Dadurch sollen bis zu 500.000 Leben gerettet werden. Vor allem für Hausärzte, die psychische Gesundheitsversorgung und Sozialdienste soll mehr Geld ausgegeben werden, auch um die Spitäler zu entlasten. Prinzipiell ist der Plan gut – wenn nicht der akute Personalmangel dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung macht.

 

20 Milliarden für eine bessere Gesundheit

Leider ist es in Großbritannien zurzeit so, dass viele Gesundheitsregionen weder die Ziel-Wartezeiten in den Notfallambulanzen, bei der Krebsversorgung noch bei den Routineeingriffen erfüllen können und dabei gleichzeitig mit den Finanzen kämpfen. 20 Milliarden Pfund zusätzlich für das Gesundheitswesen ab 2023 sollen daran Einiges ändern: 2,3 Milliarden Pfund davon sollen in die psychische Gesundheitsversorgung fließen, für Hausärzte und Sozialdienste sollen 4,5 Milliarden zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

 

Engpass Personal

Während Premierministerin Theresia May von einem „historischen Moment" für den NHS spricht, äußert der Schatten-Gesundheitssekretär Jon Ashworth starke Bedenken, ob für den Plan überhaupt genügend Personal und Finanzmittel zur Verfügung stünden. Auch andere Vereinigungen haben davor gewarnt, dass der Personalmangel den Erfolg der Planungen untergraben könnte und raten daher eher zu Gegenmaßnahmen in dieser Problematik.

Laut Simon Stevens, dem Generaldirektor des NHS, sollen auch zwischen 25 und 50 Prozent mehr Krankenschwestern ausgebildet werden und zusätzliche Ausbildungsplätze für Ärzte entstehen. Die vermehrte Finanzierung von extramuralen Strukturen könnte außerdem zu einer Entlastung der überforderten Spitäler führen. Hingegen könnte der Brexit zu einer Verschärfung der Personallage beitragen, da derzeit etwa 5 Prozent der NHS-Mitarbeiter aus dem europäischen Ausland stammen. Diese sollen zwar einen Aufenthaltstitel beantragen können, allerdings nur wenn das Jahreseinkommen mindestens 30.000 Pfund beträgt.

 

Mehr Informationen aus dem Gesundheitswesen in Großbritannien

 

Quelle

BBC



News aus der Ärztekammer OÖ

Ärzteausbildung: Oberösterreichs Ausbildung besser als der Durchschnitt, aber Luft nach oben!

Heute Mittwoch wurden die Ergebnisse der Ausbildungsevaluierung 2019 von der Österreichischen Ärztekammer im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Der bestehende Personalmangel in Österreichs Spitälern spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder: Der Ärztemangel und die damit einhergehende massive Arbeitsbelastung wirken sich negativ auf die Arztausbildung aus. Für Oberösterreich zeigen die Ergebnisse aber einen erfreulichen Trend – insgesamt wurde die Ausbildung nämlich für unser Bundesland signifikant besser bewertet, als im österreichischen Durchschnitt.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

9. Gesundheitspolitisches Gespräch: Spitalsambulanz und Kassenärzte: Vorteile der Finanzierung aus einem Topf

Wir möchten Sie recht herzlich zum diesjährigen Gesundheitspolitischen Gespräch am Mo, 4.11.2019 von 15:00-19:00 Uhr einladen, für das wir wieder ein spannendes Thema vorbereitet haben. Es erwarten Sie drei Vorträge renommierter Experten mit anschließender Podiumsdiskussion.

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