Aus den Gesundheitssystemen


Das eRezept kommt 2020

 

Nachdem seit 2018 die eMedikation stufenweise eingeführt wird, soll es 2020 auch das eRezept in ganz Österreich geben. Das spart 60 Millionen Papierrezepte pro Jahr und hilft bei der tagesaktuellen Abrechnung der Rezeptgebühren im Falle der Überschreitung der Obergrenze.

 

So geht‘s

Die Einführung der eMedikation und des eRezeptes sei „der nächste logische Schritt" nach der elektronischen Kranken- und Gesundmeldung, meint der Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherung Alexander Biach. Konkret werden Rezepte künftig auf die eCard gespeichert, anstatt auf Papier ausgedruckt. Der Arzt erstellt das Rezept mit einer Software und versieht dieses mit einer elektronischen Signatur, anstatt händisch zu unterschreiben. Das Rezept erhält einen fälschungssicheren Code und wird im eCard-System abgespeichert.

Der Code des Rezeptes kann außerdem mittels einer App am Handy des Patienten gespeichert werden und auch über www.meinesv.at jederzeit eingesehen werden. Ein Ausdruck des Rezeptes wird natürlich auch weiterhin möglich sein, jedoch reicht es in der Apotheke die eCard zu stecken oder den Code am Handy vorzuweisen.

 

Vorteile

Seit 2018 wird bereits schrittweise die eMedikation in Österreich eingeführt. Diese ermöglicht Ärzten und Apothekern die Einsicht in die Medikation des Patienten und gibt ihnen die Möglichkeit Risiken und Wechselwirkungen zu erkennen. Nun soll durch das eRezept Papier eingespart werden. Verliert der Patient das Papierrezept, kann er immer noch die Handysignatur herzeigen oder die eCard stecken. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für Patienten, deren Rezeptgebühren die Obergrenze überschreiten: die Kosten können künftig tagesaktuell erfasst werden und der Patient ist sofort von der Rezeptgebühr befreit, sobald die Obergrenze erreicht wurde.

 

Zeitplan zur Einführung der e-Medikation:

Vorarlberg 1.2.2018; Steiermark 10.5.2018; Kärnten 14.6.2018; Tirol 18.10.2018; Salzburg 22.11.2018; Oberösterreich 28.02.2019; Niederösterreich 6.6.2019; Burgenland 20.6.2019; Wien 19.9.2019

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in Österreich

 

Quellen

Kurier.at

LIG – Bericht zum Start der eMedikation (7.12.2017)



News aus der Ärztekammer OÖ

2. Erwachsenenschutzgesetz: Änderung des Formulars „Ärztliches Zeugnis“

Da es in der Praxis immer wieder zu Problemen und Unklarheiten rund um das „Ärztliche Zeugnis für die Eintragung einer gewählten oder gesetzlichen Erwachsenenvertretung oder des Eintritts des Vorsorgefalls einer Vorsorgevollmacht im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis“ gekommen ist, wurde dieses Formular nicht zuletzt aufgrund der Anregung durch die Ärztekammer für Oberösterreich vom zuständigen Bundesministerium geändert.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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