Aus den Gesundheitssystemen


Erstes Resümee für „Wenn's weh tut! 1450"

 

Anfang April 2017 wurde die Gesundheitsnummer 1450 in den Pilotländern Wien, Niederösterreich und Vorarlberg gestartet. Der telefonische Service orientiert sich an Vorbildern aus Großbritannien, Dänemark und der Schweiz und soll den Bürgern eine Orientierungshilfe bei Gesundheitsfragen geben. Nun wurde die erste Bilanz gezogen.

 

Gut angenommen

Die Bandbreite der von „1450" durchgeführten Beratungen zieht sich von Insektenstichen, über Bauchschmerzen bis hin zum Notfall. Insgesamt wurde die Nummer 46.000 Mal gewählt und 33.500 Beratungen (16.000 davon in Niederösterreich) wurden vorgenommen. Das durchschnittliche Beratungsgespräch dauerte ganze 14 Minuten. Das zeigt, dass der rund-um-die-Uhr-Service gut angenommen wurde. Ohne diesen Service wären mehr als die Hälfte der Anruferinnen direkt in eine Spitalsambulanz gegangen oder hätten die Rettung alarmiert. Durch die Beratungen konnten viele Krankenhausfahrten eingespart werden, weil die Menschen die Sicherheit hatten, dass ein späterer Hausarztbesuch sinnvoller ist. Zehn Prozent der Beratungen konnten mit Hilfe des „Fragebaumes", der extra für Österreich angepasst wurde, als Notfälle eingestuft werden und wurden an die Rettungsstelle weitergeleitet.

 

Best Point of Service

Die niederschwellige Erstanlaufstelle vermittelt durch das von Expertinnen und Experten entwickelte, medizinisch-wissenschaftliche und international bewährte Abfragesystem den idealen Behandlungsort für die Patientinnen und Patienten. Das kann von der Selbstmedikation, über den Hausarztbesuch, bis hin zum Ruf der Rettung alles sein. So werden unnötige Anfahrtswege, Doppeluntersuchungen und Zweigleisigkeiten vermieden. Der Vorsitzende des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger Alexander Biach ist deshalb überzeugt, dass 1450 nach der Pilotphase, die noch bis Ende 2018 dauern wird, rasch österreichweit umgesetzt werden wird.

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in Österreich

 

Quellen

Hauptverband der österreichischen Versicherungsträger

www.1450.at

 

LIG-Beiträge zum Thema

1450: Gesundheitsnummer gestartet vom 19.04.2017



News aus der Ärztekammer OÖ

Ärztekammer für Oberösterreich warnt vor „Daheim Gen-Tests“

„Daheim Gen-Tests“ werden immer beliebter. Vor allem aus den USA landen diese auch bei uns. Das Problem: Die Resultate sind unzuverlässig und können Patienten mehr verunsichern als nützen, denn bei der Ergebnisdurchsicht sind die Anwender alleine und bekommen keine differenzierten Informationen eines Mediziners.

Mehr lesenÜberÄrztekammer für Oberösterreich warnt vor „Daheim Gen-Tests“

Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2019: AGBs für Arztpraxen

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Thematik, über die noch nicht sehr viel nachgedacht wurde. Allgemeine Geschäftsbedingungen – oder Behandlungsbedingungen – sind in Arztpraxen keinesfalls die Norm. Dennoch stellt das steigende Anspruchsdenken innerhalb der Gesellschaft die niedergelassenen Ärzte immer öfter vor neue Herausforderungen, welche sich mit Hilfe von verschriftlichten „Regeln“ vielleicht schon im Voraus eindämmen ließen.

Termine

9. Gesundheitspolitisches Gespräch: Spitalsambulanz und Kassenärzte: Vorteile der Finanzierung aus einem Topf

Wir möchten Sie recht herzlich zum diesjährigen Gesundheitspolitischen Gespräch am Mo, 4.11.2019 von 15:00-19:00 Uhr einladen, für das wir wieder ein spannendes Thema vorbereitet haben. Es erwarten Sie drei Vorträge renommierter Experten mit anschließender Podiumsdiskussion.

Mehr lesenÜber9. Gesundheitspolitisches Gespräch: Spitalsambulanz und Kassenärzte: Vorteile der Finanzierung aus einem Topf