Aus den Gesundheitssystemen


EU-Gesundheitsprogramm in neuen Sozialfonds integriert

 

Für den nächsten langfristigen EU-Haushalt (2021-2027) schlägt die EU Kommission die Integration mehrerer Fonds – darunter das EU-Gesundheitsprogramm – in den Europäischen Sozialfonds vor. Das soll zu mehr Flexibilität und Einfachheit führen.

Europäischer Sozialfonds Plus

Alle sieben Jahre wird von der EU-Kommission über einen neuen mehrjährigen Finanzrahmen entschieden. Ab 1. Jänner 2021 wird es der erste Haushalt der EU-27 sein.

Folgende Fonds sollen im Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) aufgehen:

  • der Europäische Sozialfonds
  • die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen
  • der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen
  • das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation
  • das EU-Gesundheitsprogramm

Die Zusammenlegung soll die derzeitige Fragmentierung der Finanzierungsinstrumente in der Sozialpolitik überwinden und so zu mehr Flexibilität führen. Im Bereich der Gesundheitssysteme sollen die Schwerpunkte auf der Reduktion der Ungleichheiten beim Zugang zum Gesundheitswesen und bei der Qualität der Gesundheitsversorgung zwischen den Mitgliedsstaaten, dem Schutz vor grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen, der Stärkung der Gesundheitssysteme mit Schwerpunkt auf den digitalen Wandel und der Unterstützung von EU-Rechtsvorschriften im Gesundheitsbereich liegen.

Dieser neue Europäische Sozialfonds Plus soll für den Zeitraum 2021-2027 mit Mitteln in der Höhe von 101,2 Milliarden Euro ausgestattet werden. Zum Vergleich: Das EU-Gesundheitsprogramm wurde 2014-2020 auf 449,4 Millionen Euro dotiert.

 

Quellen

Europäische Kommission

EUR-Lex

EU-Gesundheitsprogramm 2014-2020

 



News aus der Ärztekammer OÖ

Sport im Sommer: Auf Signale des Körpers hören

„Raus aus dem Fitnessstudio und den Sommer nützen“, so lautet das Credo von Dr. Helmuth Ocenasek, Referent für Sportärzte der Ärztekammer für OÖ. Er empfiehlt jede Form von Outdoor-Sport, sei es Wandern, Radfahren, Schwimmen oder auch Laufen. Besonders bei Hitze sollte man eines nicht vergessen: „Hören Sie auf die Signale des Körpers!“

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2018: Anstellung von Ärzten bei Ärzten

die Bedürfnisse der arbeitenden Generation haben sich gewandelt. Die Karriere steht heute weniger stark im Vordergrund, dafür rücken Familie, Hobbies und Freunde mehr in den Mittelpunkt des Lebens. Traditionelle Arbeitsformen, wie etwa die klassische Einzelpraxis, lassen sich mit der neuen Vorstellung einer ausgewogenen Work-Life-Balance daher nur sehr schlecht vereinbaren. Um trotzdem genügend Ärztinnen und Ärzte für die niedergelassene Versorgung zu gewinnen, müssen alternativ neue Modelle der Zusammenarbeit angeboten werden. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das Konzept der Anstellung von Ärzten bei Ärzten vor, wobei es sich sicher um eine zukunftsfähige Kooperationsform handelt, die jedoch nicht unumstritten ist.

 

Wir haben in diesem Heft die Ergebnisse einer Befragung der Ärzteschaft für sie aufbereitet, die aufzeigt, dass die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ganz klar gewünscht wird. Lesen Sie dazu auch, welche Gründe aus Sicht der Ärzte dafür sprechen und welche potentiellen Stolpersteine berücksichtigt werden müssen. Wie gewohnt erwarten Sie außerdem zentrale Überlegungen und mögliche Lösungsansätze zum Thema. Zusätzlich haben unsere Juristen die rechtliche Situation der Anstellungsmöglichkeit übersichtlich aufbereitet. Der Blick ins Ausland führt uns dieses Mal nach Deutschland, wo es bereits seit 2007 möglich ist, Ärzte bei Ärzten anzustellen. Interessante Standpunkte von Standesvertretung, Kassenseite und Politik, sowie die gewohnten News aus den Gesundheitssystemen der EU runden die Ausgabe ab.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Dr. Daniela Braza-Horn, LL.M., MBA - Anstellung von Ärzten bei niedergelassenen Ärzten
  • Mag. Seyfullah Çakir - Gruppenpraxis versus Tätigkeit als angestellter Arzt
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser - Befragung und Fokusgruppe zu "Anstellung von Ärzten bei Ärzten"
  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Anstellung von Ärzten bei Ärzten
  • Mag. Katharina Wieser - Anstellung von Ärzten bei Ärzten in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit Beiträgen von Dr. Artur Wechselberger, Mag. Bernhard Wurzer und Mag. Gerald Loacker
  • News aus den Gesundheitssystemen

 

Termine

Linzer Kongress für Allgemeinmedizin 2018

Expertinnen und Experten werden am Sa, 22. September Diabetes mellitus unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten, ihre Forschungsergebnisse präsentieren und aus ihrer täglichen Praxis Fälle vorstellen und besprechen.

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