Aus den Gesundheitssystemen


Gesundheitswesen Grund für hohe Sterblichkeit?

 

2018 begann in England und Wales nicht besonders rosig, denn in den ersten Wochen dieses Jahres wurde eine signifikant höhere Sterblichkeit in England und Wales verzeichnet. Auf der Suche nach Ursachen geriet die Gesundheitsversorgung der Briten ins Zentrum des Interesses.

Um 12,4 Prozent mehr Menschen starben Anfang dieses Jahres mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Alarmierende Zahlen, deren Ursachen eine Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, zu klären versuchte. Bereits 2013 gab es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle, der damals mit der Alterung der Bevölkerung, dem Wetter und einer Grippewelle erklärt werden konnte. Diese Ursachen wurden dieses Mal jedoch von den Studienautoren ausgeschlossen.

 

Situation in den Spitälern

Die Studie verweist hingegen unter anderem auf die Situation in vielen Krankenhäusern, die sich bereits „auf oder jenseits ihrer sicheren Arbeitsebene" befinden würden. Zu Beginn des Jahres wären außerdem viele nicht dringende Operationen vom National Health Service NHS annulliert worden. Es wurde auch betont, dass das Gesundheitssystem insgesamt in einer Krise stecke.

Leider wird der verzeichnete Anstieg der Todesfälle vom Ministerium für Gesundheit und Soziales nicht ernst genommen und die Studienautoren fordern deshalb eine gründliche Untersuchung durch einen Ausschuss des Unterhauses

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in Großbritannien

 

Quelle

Das österreichische Gesundheitswesen – ÖKZ: 59. Jg. (2018), 06-07, S. 22



News aus der Ärztekammer OÖ

Heuschnupfen-Alarm: Allergie früh abklären lassen

Niesen, juckende Augen und eine laufende Nase: Allergiker kennen diese Symptome nur zu gut – dahinter stecken die ersten Pollen. Früher als sonst fliegen diese bereits, denn ist die 10-Grad-Marke geknackt beginnen Hasel und Erle zu blühen. Fast jeder 5. leidet somit bereits unter Pollenflug. Ärzte raten dazu, eine Allergie unbedingt abklären zu lassen. Tut man das nicht, könnte im schlimmsten Fall Asthma drohen.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

Auch in dieser Ausgabe stellen wir Ihnen wieder eine etwas ausführlichere Studie zur Verfügung, die zeigt, dass in Folge der Zentralisierung der Kassen neben qualitativen Einbußen auch mit negativen regionalwirtschaftlichen Effekten zu rechnen ist. Darüber hinaus werden die prognostizierten Einsparungspotenziale stark in Zweifel gezogen. Ein weiterer Beitrag des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der AOK Bayern stellt die Erfahrungen mit den Kassenfusionen in Deutschland dar und berichtet darüber, dass dort die erwarteten positiven Effekte in Form von Verwaltungskosteneinsparungen ausgeblieben sind. Die österreichische Reform bewertet der Autor auch deshalb kritisch. In der Rubrik „Auf den Standpunkt gebracht" finden Sie dieses Mal Expertenmeinungen von Vertretern der Landespolitik, der Sozialversicherung und der Ärztekammer. Neues aus Europa wartet wie immer in den „News aus den Gesundheitssystemen" auf Sie.

Wir wünschen viele anregende Momente beim Lesen!

 

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Termine

Der Primararzt im Fokus - Herausforderungen abseits der Medizin

Am Samstag, 9. Februar 2019 findet in Linz eine Konferenz zum zu.HÖREN, mit.MACHEN und fort.BILDEN statt. Nicht-medizinische Qualifikationen werden im Arbeitsalltag immer wichtiger, werden im Rahmen der medizinischen Ausbildung jedoch nicht gelehrt. Die Konferenz greift die essentiellen Themen „Ethik in der ärztlichen Führung“, „Konflikte als Chance für das System“ und „Generationen wirksam führen“ auf.

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