Aus den Gesundheitssystemen


Mindestfallzahlen auf Operateure erweitert

 

Mindestfallzahlen werden seit dem Jahr 2012 für die Festlegung des Leistungsumfanges von Spitälern herangezogen. Der Kanton Zürich lobt in einer kürzlichen Mitteilung die positiven Auswirkungen dieser Vorgangsweise und will nun für sechs Leistungsgruppen Mindestfallzahlen für einzelne Operateure und Operateurinnen festlegen.

 

Positive Erfahrungen

In der Schweiz sind die Kantone dazu verpflichtet sogenannte Spitallisten zu führen, die den Leistungsumfang der einzelnen Standorte festlegen und Grundlage für eine Übernahme der Behandlungskosten durch die obligatorische Krankenversicherung und die Kantone sind. Eine wichtige Vorgabe bei der Erstellung der Spitalliste sind Mindestfallzahlen bei ca. 30 stationären Eingriffen, die eine hohe Qualität der Behandlungen sicherstellen sollen. Laut einer aktuellen Mitteilung des Kantons Zürich haben sich die Vorgaben zu den Mindestfallzahlen nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich bezahlt gemacht. Demnach ist die Mortalität zwischen 2012 und 2015 bei Behandlungen mit Mindestfallzahlen doppelt so stark zurückgegangen wie bei Behandlungen ohne Vorgaben. Die Fallkosten stiegen im selben Zeitraum bei Behandlungen mit Mindestfallzahlen rund dreimal weniger stark als in den anderen Bereichen.

 

Operateur-Liste

Diese Ergebnisse nimmt der Kanton Zürich zum Anlass, um die Vorgaben für Mindestfallzahlen zu erweitern und dehnt die Vorgaben in sechs Bereichen auf Operateure aus. Konkret betrifft dies die Leistungen Erstprothese Hüfte, Erstprothese Knie, Wechseloperationen Hüfte- und Knieprothesen, Anerkanntes zertifiziertes Brustzentrum, Gynäkologische Tumore und die Radikale Prostatektomie. Die Vorgaben werden mit 1. Jänner 2019 gültig. So sollen „Gelegenheitseingriffe" verhindert werden. Die Operateure und Operateurinnen, die die notwendigen Fallzahlen erfüllen sind auf einer Liste vermerkt. Die Maßnahme wird durch Qualitätscontrollings mit Qualitätssicherung durch Fachgesellschaften oder Zertifizierungen begleitet.

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in der Schweiz

 

Quelle

Gesundheitsdirektion Zürich – Spitalliste

Kanton Zürich – Medienmitteilung



News aus der Ärztekammer OÖ

OP- Wartezeitenbericht der SPÖ

Die SPÖ OÖ – unter Klubvorsitzendem LAbg. Christian Makor und dem SPÖ- Gesundheitssprecher LAbg. Peter Binder – hat nun zum dritten Mal in Folge die Entwicklung der OP-Wartezeiten in Oberösterreich erhoben. Entgegen der sehr kritischen Darstellung sieht hier Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser eine deutliche Verbesserung für die Patientinnen und Patienten.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 03/2018: Erfolgsmessung in der sozialen Krankenversicherung

 

Zwischen den bisher neun Gebietskrankenkassen gab es zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten, die ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in sich bargen. Gute Ideen und innovative Lösungen konnten voneinander abgeschaut und an regionale Bedürfnisse angepasst werden. Mit der Zusammenfassung der Gebietskrankenkassen in eine Österreichische Gesundheitskasse ÖGK droht ein starker Innovationsmotor verloren zu gehen. Bleibt hingegen ein gewisser individueller Gestaltungsspielraum der künftigen Landesservicestellen bestehen, könnten die negativen Effekte dieser Entwicklung abgefedert werden.

In dieser Ausgabe finden Sie eine ausführliche Studie, die die Bedeutung von Benchmarking in Organisationen beleuchtet und der Frage nach sinnvollen Kennzahlen in der sozialen Krankenversicherung im Allgemeinen und der ÖGK im Besonderen nachgeht. Weitere Expertenbeiträge behandeln die Vorgehensweise zur qualitativen Weiterentwicklung der Krankenversicherung in Deutschland und in anderen Ländern und stellen Thesen zum Versicherungswettbewerb in der extramuralen Versorgung auf. In der Rubrik „Auf den Standpunkt gebracht" finden Sie wie gewohnt Meinungen und Fachwissen von Menschen aus der Gesundheitspolitik und die „News aus den Gesundheitssystemen" informieren über gesundheitspolitische Entwicklungen in Europa.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

 

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Termine

Der Primararzt im Fokus - Herausforderungen abseits der Medizin

Am Samstag, 9. Februar 2019 findet in Linz eine Konferenz zum zu.HÖREN, mit.MACHEN und fort.BILDEN statt. Nicht-medizinische Qualifikationen werden im Arbeitsalltag immer wichtiger, werden im Rahmen der medizinischen Ausbildung jedoch nicht gelehrt. Die Konferenz greift die essentiellen Themen „Ethik in der ärztlichen Führung“, „Konflikte als Chance für das System“ und „Generationen wirksam führen“ auf.

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