Aus den Gesundheitssystemen


Neue E-Health Strategie

 

Ende letzten Jahres hat die Schweiz die Strategie E-Health Schweiz 2.0 beschlossen. Darin sind 25 Ziele in drei Handlungsfeldern definiert. Hauptpunkt ist die landesweite Einführung des E-Patientendossiers.

Die drei Handlungsfelder der neuen Strategie heißen „Digitalisierung fördern", „Digitalisierung koordinieren" und „Zur Digitalisierung befähigen". Von staatlicher Seite soll eine Sensibilisierung für Vorteile und Risiken der Digitalisierung betrieben werden, konsequent von papierbasierten Prozessen auf digitale Lösungen umgestellt werden und dafür Sorge getragen werden, dass Einsparungen und Mehrkosten der Digitalisierung in den Tarifsystemen abgebildet werden. Beim Punkt elektronisches Patientendossier EPD sind einheitliche Austauschformate, deren Weiterentwicklung, die Interoperabilität der Anwendungen und die Aktualisierung der Zertifizierungsvoraussetzungen wesentlich. Benutzerfreundliche und sichere Primärsysteme sind genau wie die Cyber- und Datensicherheit ebenfalls Thema. Ebenso soll die grenzüberschreitende Vernetzung in Europa gefördert werden.

Im Rahmen der Koordination der Digitalisierung soll die Mehrfachverwendung von Daten und Infrastrukturen sichergestellt werden, die Verwendung von Standards zur Herstellung einer technischen und semantischen Interoperabilität gewährleistet werden und eine Verpflichtung zu etablierten Standards eingeführt werden. Bei der Befähigung zur Digitalisierung wird vor allem auf Aufklärung gesetzt, indem man Bürger über das EPD informiert. Beim Gesundheitspersonal muss es auch Weiter- und Fortbildungen geben.

Die neue E-Health Strategie gilt bis 2022. Das EPD ist bisher vor allem in den Kantonen Genf und Basel eingeführt, aber noch nicht flächendeckend. Ein Bundesgesetz sieht vor, dass sich Krankenhäuser, Reha-Kliniken und psychiatrische Kliniken zertifizieren und zu sogenannten Stammgemeinschaften zusammenfinden oder sich existierenden Gemeinschaften anschließen. Pflegeheime haben dafür noch bis 2022 Zeit und für niedergelassene Ärzte ist eine Anbindung noch freiwillig.

 

Mehr Informationen zum Gesundheitswesen in der Schweiz

 

Quellen

eHealthCom

Strategie eHealth Schweiz 2.0 2018-2022

 



News aus der Ärztekammer OÖ

2. Erwachsenenschutzgesetz: Änderung des Formulars „Ärztliches Zeugnis“

Da es in der Praxis immer wieder zu Problemen und Unklarheiten rund um das „Ärztliche Zeugnis für die Eintragung einer gewählten oder gesetzlichen Erwachsenenvertretung oder des Eintritts des Vorsorgefalls einer Vorsorgevollmacht im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis“ gekommen ist, wurde dieses Formular nicht zuletzt aufgrund der Anregung durch die Ärztekammer für Oberösterreich vom zuständigen Bundesministerium geändert.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 04/2018: Krankenkassen: Je größer, desto ...?!

Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

Termine

Auf ein Wort - Reden über Gesundheitspolitik

Am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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