Aus den Gesundheitssystemen


Rasanter Anstieg beim Schadenersatz

 

Die steigende Anzahl von Beschwerden ließ die Rechnung für Schadenersatzansprüche in niederländischen Spitälern in den letzten 10 Jahren regelrecht in die Höhe schnellen. Das könnte auch medizinische Folgen haben.

 

Kostenanstieg

Die Kosten für Behandlungsfehler in niederländischen Krankenhäusern beliefen sich 2007 auf 9,4 Mio. Euro, 2017 bereits auf 43,2 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von über 400 Prozent in zehn Jahren. Diese Erhöhung resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg größerer Beschwerdefälle, die in diesem Zeitraum um 4,5 Prozent zunahmen. Die größte Schadenersatzsumme betrug in diesen 10 Jahren 1,9 Mio. Euro.

 

Folgen

Gesundheitsanwältin und Wissenschaftlerin Désirée Klemann berichtet, dass die Ärzte mit einem weiteren Anstieg der Beschwerden rechnen würden und dies zu einem defensiveren Zugang zur Medizin führe. Zum Beispiel würden in vielen Fällen mehr Untersuchungen durchgeführt, als notwendig wären. Allerdings sei die Situation in den Niederlanden noch lange nicht so drastisch als in den USA, meint dazu Ageeth Bakker, die Vorsitzende von Centramed, einem der beiden großen Krankenversicherungsunternehmen des Landes. Jedoch sei Vorsicht geboten, dass die Entwicklung nicht weiter in diese Richtung gehe und in Zukunft Ärzte nicht mehr praktizieren wollen, weil sie sich die Versicherung nicht leisten können, mahnt Bakker.

 

Mehr Informationen zum Gesundheitswesen in den Niederlanden

 

Quelle

DutchNews.nl



News aus der Ärztekammer OÖ

OP- Wartezeitenbericht der SPÖ

Die SPÖ OÖ – unter Klubvorsitzendem LAbg. Christian Makor und dem SPÖ- Gesundheitssprecher LAbg. Peter Binder – hat nun zum dritten Mal in Folge die Entwicklung der OP-Wartezeiten in Oberösterreich erhoben. Entgegen der sehr kritischen Darstellung sieht hier Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser eine deutliche Verbesserung für die Patientinnen und Patienten.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 03/2018: Erfolgsmessung in der sozialen Krankenversicherung

 

Zwischen den bisher neun Gebietskrankenkassen gab es zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten, die ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in sich bargen. Gute Ideen und innovative Lösungen konnten voneinander abgeschaut und an regionale Bedürfnisse angepasst werden. Mit der Zusammenfassung der Gebietskrankenkassen in eine Österreichische Gesundheitskasse ÖGK droht ein starker Innovationsmotor verloren zu gehen. Bleibt hingegen ein gewisser individueller Gestaltungsspielraum der künftigen Landesservicestellen bestehen, könnten die negativen Effekte dieser Entwicklung abgefedert werden.

In dieser Ausgabe finden Sie eine ausführliche Studie, die die Bedeutung von Benchmarking in Organisationen beleuchtet und der Frage nach sinnvollen Kennzahlen in der sozialen Krankenversicherung im Allgemeinen und der ÖGK im Besonderen nachgeht. Weitere Expertenbeiträge behandeln die Vorgehensweise zur qualitativen Weiterentwicklung der Krankenversicherung in Deutschland und in anderen Ländern und stellen Thesen zum Versicherungswettbewerb in der extramuralen Versorgung auf. In der Rubrik „Auf den Standpunkt gebracht" finden Sie wie gewohnt Meinungen und Fachwissen von Menschen aus der Gesundheitspolitik und die „News aus den Gesundheitssystemen" informieren über gesundheitspolitische Entwicklungen in Europa.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

 

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Termine

Der Primararzt im Fokus - Herausforderungen abseits der Medizin

Am Samstag, 9. Februar 2019 findet in Linz eine Konferenz zum zu.HÖREN, mit.MACHEN und fort.BILDEN statt. Nicht-medizinische Qualifikationen werden im Arbeitsalltag immer wichtiger, werden im Rahmen der medizinischen Ausbildung jedoch nicht gelehrt. Die Konferenz greift die essentiellen Themen „Ethik in der ärztlichen Führung“, „Konflikte als Chance für das System“ und „Generationen wirksam führen“ auf.

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