Aus den Gesundheitssystemen


Rauchverbot zeigt Wirkung – Gesündere Babies

Seitdem im Juli 2008 das Rauchen in Restaurants, Cafés und Bars verboten wurde, werden in den Niederlanden weniger Babies mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt gebracht. Auch die Zahl der Frühgeburten sank.

Forscher am Erasmus Medical Center untersuchten die Geburtenraten zwischen 2000 und 2011, und konzentrierten sich dabei besonders auf die Effekte der Einführung von Rauchverboten am Arbeitsplatz im Jahr 2004, sowie in Gastronomiebetrieben im Juli 2008. Der Datensatz umfasste somit in Summe rund 2 Millionen Geburten. Während in Folge der Einführung des Rauchverbotes am Arbeitsplatz keine Veränderungen registriert werden konnten, brachte das Rauchverbot in Restaurants, Cafés und Bars eine deutliche Reduktion der Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht mit sich. Der Rückgang betrug etwa 4-5 Prozent. In Ländern mit strengeren Tabakgesetzen seien die Auswirkungen sogar noch deutlich stärker, argumentieren die Autoren.

Weiter potentielle Ursachen für die Veränderungen in den Geburtsraten konnten weitgehend ausgeschlossen werden, da sowohl biologische Faktoren wie das Alter, als auch der sozioökonomische Hintergrund der Mütter berücksichtigt wurden.

Auch die Zahl der Mütter, die während der Schwangerschaft rauchen, und die Zahl der Raucher, die in den eigenen vier Wänden rauchen, gingen zurück. Die Studienautoren schließen daraus, dass auch lokal begrenzte Rauchverbote einen Effekt auf das allgemeine Verhalten der Bevölkerung haben.

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in den Niederlanden

 

Quelle:

dutchnews.nl

erasmus medical centre

 



News aus der Ärztekammer OÖ

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In der vergangenen Woche wurde der bundeseinheitliche Primärversorgungs-Gesamtvertrag zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger, der Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte der Österreichischen Ärztekammer für sich und die Kurienversammlungen der niedergelassenen Länderärztekammern in den Verhandlungen fertiggestellt, wobei dieser Gesamtvertrag nun noch von den jeweiligen Gremien beschlossen werden muss.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

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Die bevorstehende Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK beschäftigt uns nun schon eine ganze Weile. Eine solche Infragestellung bewährter Strukturen hat es in diesem Ausmaß im Gesundheitswesen noch nicht gegeben. Trotz der umfassenden Umbrüche mangelt es leider an einer gründlichen Vorbereitung der Reformpläne. So weiß man etwa nicht wieviel diese Reform wirklich kosten bzw. einsparen wird, weil seriöse Rechnungsgrundlagen fehlen.

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Save the Date: am 6. Juni 2019 lädt die Ärztekammer für Oberösterreich wieder dazu ein über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema "Anstellung von Ärzten bei Ärzten". Nach einem kurzen Inputstatement von Hon.-Prof Dr. Felix Wallner wird eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung stattfinden. Anschließend gibt es bei einem gemütlichen Fingerfood-Buffet die Gelegenheit zum informellen Austausch.

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