Aus den Gesundheitssystemen


Team für Cyber-Sicherheit formiert

 

Im Jänner 2018 startete in den Niederlanden ein Team, das für die Sicherheit von Gesundheitsorganisationen im Netz zuständig ist. Genauer gesagt sollen Präventionsmaßnahmen Cyber-Attacken verhindern und helfen, wenn es zu einem Vorfall gekommen ist.

Aufgaben

Das Team nennt sich „Computer Emergency Response Team for Healthcare" (Z-CERT). Wurde ein Gesundheitsdienstleister Opfer einer Cyper-Attacke, dann verfügt Z-CERT über das Know How für entsprechende Sofortmaßnahmen und die weitere Vorgangsweise. Denn um eine sichere und kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten, muss das System einer Gesundheitsorganisation auch im Ernstfall stets einsatzfähig sein. Den zweiten Zuständigkeitsbereich des Teams bildet die Prävention: Z-CERT macht auf gefährdete medizinische Geräte und Systeme aufmerksam und berät über weitere Maßnahmen.

Entwicklung

Die Idee zu einem solchen Team kam 2016 vom Gesundheitsminister, woraufhin ein Aktionsplan für Cybersicherheit formuliert wurde, der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie fördern sollte. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Bewusstseinsbildung zum Thema, die Einhaltung vereinbarter Verhaltensweisen und die Struktur gelegt.

Mitgliedschaft

Jede Organisation im Gesundheitswesen, die den Service des Z-CERT-Teams in Anspruch nimmt, zahlt einen Beitrag, der sich nach der Anzahl vollzeitäquivalenter Arbeitskräfte berechnet. Zur Zeit können lediglich Krankenhäuser und Psychiatrien Mitglied bei Z-CERN werden, der Service soll in Zukunft aber auch auf andere Gesundheitsdienstleister ausgeweitet werden. Das Team arbeitet (inter)national mit anderen CERTs zusammen und ist nicht gewinnorientiert.

 

Weitere Informationen zum Gesundheitswesen in den Niederlanden

 

Quellen

The Health Systems and Policy Monitor - hspm

Z-CERT



News aus der Ärztekammer OÖ

Presseaussendung: Das große Krabbeln – aber nicht in die Ambulanz!

Ein Spaziergang in der Natur oder Spielen oder Entspannen in der Wiese und schon ist es passiert: ein Zeckenbiss! Doch keine Panik, um einen Zecken zu entfernen, muss man nicht gleich die Ambulanz aufsuchen.

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Zeitschrift für Gesundheitspolitik

ZGP 01/2018: Anstellung von Ärzten bei Ärzten

die Bedürfnisse der arbeitenden Generation haben sich gewandelt. Die Karriere steht heute weniger stark im Vordergrund, dafür rücken Familie, Hobbies und Freunde mehr in den Mittelpunkt des Lebens. Traditionelle Arbeitsformen, wie etwa die klassische Einzelpraxis, lassen sich mit der neuen Vorstellung einer ausgewogenen Work-Life-Balance daher nur sehr schlecht vereinbaren. Um trotzdem genügend Ärztinnen und Ärzte für die niedergelassene Versorgung zu gewinnen, müssen alternativ neue Modelle der Zusammenarbeit angeboten werden. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das Konzept der Anstellung von Ärzten bei Ärzten vor, wobei es sich sicher um eine zukunftsfähige Kooperationsform handelt, die jedoch nicht unumstritten ist.

 

Wir haben in diesem Heft die Ergebnisse einer Befragung der Ärzteschaft für sie aufbereitet, die aufzeigt, dass die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ganz klar gewünscht wird. Lesen Sie dazu auch, welche Gründe aus Sicht der Ärzte dafür sprechen und welche potentiellen Stolpersteine berücksichtigt werden müssen. Wie gewohnt erwarten Sie außerdem zentrale Überlegungen und mögliche Lösungsansätze zum Thema. Zusätzlich haben unsere Juristen die rechtliche Situation der Anstellungsmöglichkeit übersichtlich aufbereitet. Der Blick ins Ausland führt uns dieses Mal nach Deutschland, wo es bereits seit 2007 möglich ist, Ärzte bei Ärzten anzustellen. Interessante Standpunkte von Standesvertretung, Kassenseite und Politik, sowie die gewohnten News aus den Gesundheitssystemen der EU runden die Ausgabe ab.

Wir wünschen Ihnen wie immer viele anregende Momente beim Lesen!

  • Dr. Daniela Braza-Horn, LL.M., MBA - Anstellung von Ärzten bei niedergelassenen Ärzten
  • Mag. Seyfullah Çakir - Gruppenpraxis versus Tätigkeit als angestellter Arzt
  • Mag. Sabine Weißengruber-Auer, Mag. Katharina Wieser - Befragung und Fokusgruppe zu "Anstellung von Ärzten bei Ärzten"
  • Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner - Überlegungen zur Anstellung von Ärzten bei Ärzten
  • Mag. Katharina Wieser - Anstellung von Ärzten bei Ärzten in Deutschland
  • Auf den StandPunkt gebracht mit Beiträgen von Dr. Artur Wechselberger, Mag. Bernhard Wurzer und Mag. Gerald Loacker
  • News aus den Gesundheitssystemen

 

Termine

Auf ein Wort – Reden über Gesundheitspolitik

Am 14. Juni lädt das LIG in die Ärztekammer für Oberösterreich ein, um im Rahmen von „Auf ein Wort“ gemeinsam über Gesundheitspolitik zu reden. Dieses Mal zum Thema „Attraktivierung der Landmedizin“

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