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Hausarztmodell: Bonus für Patienten geplant

 

Krankenversicherungen in Deutschland bieten schon länger hausarztzentrierte Versorgungsmodelle an, bei denen sich der Patient dazu verpflichtet zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Ein Gesetz soll Versicherungen bald vorschreiben, die aus dem Modell erwirtschafteten Effizienzgewinne auch an ihre Versicherten weiterzugeben.

In vielen Ländern werden von den Krankenversicherungen hausarztzentrierte Versorgungsmodelle angeboten. Der Patient verpflichtet sich darin freiwillig zuerst den Hausarzt aufzusuchen und immer erst nach Überweisung durch diesen den Facharzt aufzusuchen. Das soll Patienten richtig steuern und Kosten einsparen. In den meisten Fällen kann der Hausarzt den Patienten restlos abklären, nur bei Unklarheiten wird zum Facharzt überwiesen. Selbstzuweisungen der Patienten in teure Strukturen sollen damit eingedämmt werden.

Neu ist, dass die Patienten in Zukunft finanziell mitprofitieren sollen. Gesundheitsminister Jens Spahn will gesetzlich festlegen, dass Effizienzgewinne der Versicherungen aus dem Hausarztmodell zur Hälfte an die Versicherten gehen. Und zwar an jene, die ein ganzes Jahr lang tatsächlich immer zuerst den Hausarzt aufgesucht haben. Bisher profitierten Patienten des Wahltarifes zum Beispiel von besonderen Sprechstundenzeiten oder verkürzten Wartezeiten beim Hausarzt.

 

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Quelle

aerzteblatt.de