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Plattform für psychische Gesundheit

 

Heute weiß man: Die Erhaltung der psychischen Gesundheit ist genauso wichtig wie die der körperlichen. Trotzdem warten viele Menschen zu lange und setzen bei den ersten Anzeichen einer psychischen Überbelastung keine Maßnahmen. Die Plattform „Every Mind Matters" soll diesen Schritt nun erleichtern und setzt auf Vorbeugung.

Acht von zehn Menschen in Großbritannien waren schon einmal von frühen Anzeichen einer schlechten psychischen Gesundheit betroffen, fühlten sich ängstlich, gestresst, antriebslos oder hatten Schlafprobleme. Ein Viertel dieser Menschen wartete über sechs Monate, bevor sie Maßnahmen ergriffen. Drei Viertel davon wünschten sich jedoch, sie hätten früher etwas unternommen.

Das Projekt „Every Mind Matters" wurde gemeinsam von Public Health England PHE und dem National Health Service NHS initiiert und Anfang Oktober 2019 gestartet. „Every Mind Matters" setzt zu einem Zeitpunkt an, zu dem noch keine psychischen Krankheiten bestehen und gibt den Menschen Werkzeuge zur Selbstfürsorge in die Hand, die etwa den Umgang mit Stress oder anderen Herausforderungen des Lebens erleichtern. Die allgemeine Stimmung soll gehoben, der Schlaf verbessert und das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben gestärkt werden. Das alles sind wichtige Grundlagen für psychisches Wohlbefinden.

Die Plattform Every Mind Matters ist evidenzbasiert, gut überprüft und gründlich vorbereitet. Kleine, einfache Veränderungen im Leben sollen positive Veränderungen im Leben der Anwender bringen: das Identifizieren wenig hilfreicher Gedanken, Atemübungen und die Ausweitung der körperlichen Aktivitäten sind zum Beispiel gute Methoden. Diese Tipps helfen nachweislich beim Erhalt der psychischen Gesundheit, führen zu positiveren zwischenmenschlichen Beziehungen und helfen bei der Bewältigung schwieriger Zeiten.

Eine Untersuchung durch PHE zeigt, dass Menschen mit psychischen Problemen häufig (57%) in ungesunde Verhaltensweise wie Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum oder ungesunde Ernährung fallen. Über die Hälfte der Betroffenen zieht sich aus sozialen Kontakten zurück. Ein Drittel der Menschen unternimmt erst Schritte zur Verbesserung der psychischen Gesundheit, wenn bereits Einschränkungen im täglichen Leben vorliegen.

Die Inhalte der Plattform stehen für die Öffentlichkeit und GPs zur Verfügung. Hausärzte sollen ihre Patienten zu einem Selbstmanagement der psychischen Gesundheit motivieren. Der NHS wird die Plattform auch unter den eigenen Mitarbeitern bewerben.

 

Mehr Informationen zum Gesundheitswesen in Großbritannien

 

Quellen

Gov.uk

www.everymindmatters.co.uk