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Spitalskonkurs: bedrohliche Situation in Flevoland

 

Zwei Spitäler in den Niederlanden werden wegen Konkurses kurzfristig geschlossen. Eines davon befindet sich in Amsterdam, wo es die Spitalsdichte erlaubt, dass Patienten in andere Häuser übersiedelt werden. Das andere befindet sich hingegen in der Provinz Flevoland, wo es in der näheren Umgebung keine Alternativen gibt. Für die Bevölkerung könnte es dadurch zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

 

Mitarbeiter und Patienten betroffen

Die beiden insolventen Spitäler gehören der MC Group und sind unabhängig von einander in die Insolvenz geschlittert. 2.500 Beschäftigte sind davon betroffen. Für das MC Slotervaart Krankenhaus in Amsterdam wurde eine Vereinbarung getroffen, die die Übernahme der 150 dort befindlichen Patienten in andere Einrichtungen in Amsterdam sicherstellt. Im IJsselmeer Krankenhaus in Flevoland stellte man, mangels Übernahmemöglichkeiten, seitens der Versicherungen vorerst sicher, dass für die 200 bereits dort befindlichen Patienten des Spitals die Behandlung weiter finanziert wird, bis eine Alternative gefunden ist. Anfangs wurde diese Zusage von den Versicherungen nicht getätigt. Die Begründung: es sei nicht Aufgabe der Versicherer einem Krankenhaus finanziell auszuhelfen.

 

Lösung für Flevoland

Eine dauerhafte Lösung für das Spital in Flevoland könnte sich glücklicherweise schnell ergeben, da sich ein potentieller Käufer mit ernsten Absichten aufgetan hätte, so berichtet zumindest das Rundfunkunternehmen NOS. Die Schließung des Krankenhauses könnte hingegen lebensbedrohliche Situationen nach sich ziehen, da es in der Region keine benachbarten Alternativen für die Bevölkerung gebe, warnen Vertreter der Provinz den Gesundheitsminister Bruno Bruins.

 

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Quelle

DutchNews.nl