Stationäre Versorgung

In Großbritannien sind die die Krankenhäuser Teil der sekundären und tertiären Gesundheitsversorgung und übernehmen vor allem die stationäre und ambulante fachärztliche Versorgung. Der Zugang zum Krankenhaus erfolgt mit Ausnahme von Notfällen nur durch eine Überweisung aus der Primärversorgung. In Großbritannien klagen die Patienten über sehr lange Wartezeiten, besonders bei geplanten Operationen.

durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Spital

Quelle: WHO European health for all database (HFA-DB) 2014, Datenstand vom 06.11.2014

Großbritannien im Vergleich

Einen besonders starken Rückgang weist Großbritannien bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer auf, die im Jahr 2012 auf den niedrigsten Wert der hier verglichenen Länder sank. Gleichzeitig stagniert die Hospitalisierungsquote, abgebildet in der Anzahl der Spitalsentlassungen, während sie in den anderen Ländern leicht ansteigt. Bei den Krankenhausbetten erlebt das Vereinigte Königreich besonders in den letzten Jahren einen deutlichen Rückgang, von einem bereits vergleichsweise niedrigen Niveau. Mit Ausnahme von Liechtenstein, wo Spitalskapazitäten aus dem Ausland mitbenützt werden, weist Großbritannien die niedrigste Bettendichte im Vergleich auf. Die Kehrseite dieser Maßnahmen liegt in den besonders langen Wartezeiten, über die immer wieder geklagt wird. Das Vereinigte Königreich erweist sich sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor eher als Schlusslicht bei den verfügbaren Kapazitäten.

Spitalsentlassungen je 100 Einwohner

Quelle: WHO European health for all database (HFA-DB) 2014, Datenstand vom 06.11.2014

Krankenhausbetten je 100.000 Einwohner

Quelle: WHO European health for all database (HFA-DB) 2014, Datenstand vom 06.11.2014